Unser Auszubildender Dennis Trampe aus dem Globetrotter Reisebüro in Elmshorn berichtet von seiner Reise nach Brasilien im Juli 2011:
Meine, für dieses Jahr letzte, Städtereise führte mich nach Südamerika, genauer gesagt in das drittgrößte Land der Erde – Brasilien! Nach 12 Stunden Flug über Frankfurt kamen wir endlich in der größten Stadt Südamerikas an, in São Paulo. Das fast 8.000 Quadratkilometer große Stadtgebiet besiedeln rund 20 Millionen Einwohner. Das macht São Paulo nicht nur zur größten Stadt Südamerikas, sondern auch zu einer der größten Städte der Welt bzw. zur größten auf der Südhalbkugel!
Angekommen am internationalen Flughafen Guarulhos bietet die Firma Airport Bus Service einen stündlichen Transfer in die Innenstadt bzw. zum Cityflughafen Congonhas im Süden der Stadt an. Die einfache Fahrt kostet 33 R$ (ca. 15 Euro) pro Person und ist somit gegenüber dem Taxi äußerst kostengünstig! Nach einer Fahrt von ca. 45 Minuten durch die Häuserschluchten der Stadt erreichten wir die wohl bedeutendste Hauptstraße der Stadt, die Avenida Paulista. Von dort aus ging es zu Fuß zum ca. 100 Meter entfernten Hotel Golden Tulip Belas Artes, das in einer Nebenstraße der Paulista liegt. Die Lage des Hotels ist sehr zentral, was uns das Erkunden der durchaus interessanten Umgebung zu Fuß ermöglichte.
São Paulo entdecken
Die Avenida Paulista ist das Wirtschaftszentrum der Stadt, viele Banken haben hier ihren Sitz, unter anderem auch die New Yorker Citibank sowie die brasilianische Nationalbank Itau. Direkt an der Paulista befindet sich das MASP (Museu de Arte de São Paulo), das die bedeutendsten Kunstwerke Brasiliens beherbergt. Durch seine architektonisch ungewöhnliche Bauweise ist das Museum nicht nur von innen einen Besuch wert. Der Eintritt liegt bei 15 R$ (ca. 6,70 Euro) pro Person. Gegenüber dem MASP liegt ein schön angelegter botanischer Garten, in dem viele Einheimische die Mittagspause verbringen. Zu weiteren Sehenswürdigkeiten in São Paulo zählt der Stadtpark Ibirapuera, der, ähnlich wie der Central Park in New York, die grüne Lunge der Stadt bildet.
Japantown mit seinen Buddha-Tempeln befindet sich im Bezirk Liberdade. Liberdade ist die größte japanische Wohnsiedlung außerhalb Japans! Somit ist Japantown gegenüber den sonst bekannten Chinatowns, die ich in etlichen Städten weltweit besuchte, ein echter Kontrast zur chinesischen Kultur. Kleiner Tipp: dort gibt es hervorragendes Sushi für wenig Geld, ein Traum für alle Fans dieser Köstlichkeit aus Fernost.
Zudem besuchten wir das Zentrum der Stadt, Praca da Republica (Platz der Republik). Hier finden Sie wunderschöne Kirchen (ca. 85% der Brasilianer sind streng katholisch) sowie das Teatro Municipal, das mit Skulpturen an der Außenfassade verziert ist und in der Abendbeleuchtung in vollem Glanz erstrahlt. Am Wochenende findet hier ein kleiner Markt statt, auf dem Sie das eine oder andere Schnäppchen machen können.
Am Ende unserer Zeit in São Paulo machten wir noch einen sehenswerten Ausflug zur Formel 1 Rennstrecke Interlagos, die Männerherzen höher schlagen lässt! Die Rennstrecke in São Paulo ist der diesjährige Abschluss der Formel 1 Saison in 2011 und liegt ca. 12 Kilometer außerhalb der Stadt.
Mein Fazit für São Paulo
Man sieht bereits beim Anflug auf die Stadt die Größe und Dimension, in die man sich begibt, am Boden wird dieser Eindruck bestätigt. Obwohl Brasilien zu einem der fortschrittlichsten Länder überhaupt zählt, ist die Armut allgegenwärtig. Anders als in anderen Städten leben die ärmeren Menschen nicht in Randgebieten, sondern inmitten der Stadtbezirke. Obwohl in den letzten Jahren die Kriminalität stetig gesunken ist, sollten Sie wachsam sein und wertvolle Gegenstände lieber im Hotel oder ganz zu Hause lassen. Ich fühlte mich in São Paulo in keiner Weise unsicher, was wohl auch durch die Polizeipräsenz bedingt war, jedoch sollten Sie nach Mitternacht nicht unbedingt auf die Straße gehen.
Auf geht´s nach Rio de Janeiro
Nach drei interessanten Tagen in São Paulo flogen wir mit der brasilianischen Airline GOL vom Stadtflughafen Congonhas im Süden der Stadt in das ca. 400 Kilometer entfernte Rio de Janeiro. Die Airline GOL ist eine der besten Airlines mit denen ich bisher geflogen bin! Hier zählt nicht nur die Freundlichkeit an Bord, sondern auch die durch und durch professionelle sowie vorbildliche Betreuung am Boden!
Angekommen nach einer Stunde Flug am Stadtflughafen Santos Dumont in Rio de Janeiro wurden wir von einem im Voraus gebuchten Privattransfer in unser Hotel Copa Sul an der Avenida Nossa Senhora da Copacabana im gleichnamigen Stadtteil gebracht. Das von Thomas Cook angebotene Hotel liegt im Herzen der Copacabana, an der Haupteinkaufsstraße mit seiner Vielzahl an nationalen und internationalen Geschäften. Zum weitläufigen, vier Kilometer langen Sandstrand Copacabana mit der weltberühmten Promenade sind es nur wenige Meter zu Fuß. Der Strand der Copacabana ist einfach traumhaft, karibisches Flair am Atlantischen Ozean. Die Sand- sowie Wasserqualität ist sehr gut, keine Steine oder sonstige störende Gegenstände, die das Baden behindern könnten. Der abendliche Spaziergang an der Promenade mit Blick auf den im Abendrot verfärbten Zuckerhut ist mit Abstand eine der schönsten Kulissen, nicht nur für Film & Fernsehen.
Aktivitäten in Rio de Janeiro
Rio de Janeiro bietet eine Vielzahl mehr an Sehenswürdigkeiten als São Paulo. Wir unternahmen eine geführte Tagestour in einer kleinen Gruppe zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten in Rio de Janeiro. Morgens, nach der Abholung im Hotel, fuhren wir in den Tijuca Nationalpark im Westen der Stadt. Der Park steht unter Naturschutz und bietet vielen Tieren einen natürlichen Lebensraum. Bei der Fahrt mit der “Tram“ durch den Nationalpark haben Sie die Gelegenheit nationale Tierarten wie Affen, Nasenbären, Gürteltiere, etc. zu entdecken. Ein Stückchen Regenwald inmitten der Randregion einer Sieben-Millionenstadt. Angekommen an der Spitze des Hügels erreichen Sie das wohl berühmteste Wahrzeichen ganz Brasiliens – den Corcovado bzw. Christo Redentor, zu Deutsch: Christus der Erlöser.
Auf einer Berghöhe von über 700 Metern erstreckt sich die 1.145 Tonnen schwere Steinstatue. Seine beeindruckende Höhe inklusive Sockel beträgt 38 Meter, seine Armspannweite 28 Meter. Am 07. Juli 2007 wurde in Lissabon bekannt gegeben, dass der Christo zu einem der Sieben Neuen Weltwunder gewählt wurde.
Nach dem Besuch der Statue sowie des Nationalparks fuhren wir mit unserem kleinen, jedoch sehr komfortablen Minibus, in das Stadt- bzw. Wirtschaftszentrum der Stadt. Wir hielten vor dem 1950 eröffneten Maracanã Stadion, das sich zur Zeit aufgrund der 2014 in Brasilien stattfindenden Fußball-WM im Umbau befindet. Als es vor rund 60 Jahren eröffnet wurde, war es das mit ca. 200.000 Zuschauern Fassungsvermögen größte Stadion der Welt. Nach der Modernisierung werden es “nur noch“ ca. 88.000 sein. Sitzplätze statt der vorher existierenden Stehplätze und der Ausbau der Tribünen schmälern die Kapazität erheblich. Dennoch wird es immer eines der größten Stadien der Welt bleiben.
Nach dem äußerst interessanten Besuch des Stadions fuhren wir zu einer mir bis dato eher unbekannten Einrichtung – dem Sambódromo. Diese 700 Meter lange “Gasse“ bietet links und rechts ca. 89.000 Zuschauern Platz und ist Schauplatz des jährlichen, im Februar stattfindenden, Karneval. Tickets für das farbenprächtige Event, das mit rhythmischen Sambaklängen zu einer lebhaften Parade wird, sind bereits Monate im Voraus ausverkauft und auch bei den Einheimischen aus dem ganzen Land ein Höhepunkt des Jahres. Während der Wintermonate üben die besten Sambaschulen Rios für ihren großen Auftritt.
Nach dem kurzen Stopp am Sambódromo fuhren wir in ein für Brasilien typisches Restaurant – Rodizio. Bereits in São Paulo genossen wir das hervorragende brasilianische Rodizio, das dort nur wenig Geld kostet (durchschnittlich 20 R$/9 Euro). Hierbei wird dem Gast frisch gegrilltes Fleisch direkt vom Spieß auf den Teller geschnitten, Beilagen runden diese etwas andere Art von Buffet ab.
Kleiner Tipp für alle Hamburger, die einmal ein typisch brasilianisches Rodizio erleben möchten – das Panthera Rodizio in der Nähe der Landungsbrücken in Hamburg bietet ebenfalls ein hervorragendes Rodizio für ca. 25 Euro.
Nachdem wir gut gestärkt die Churrascaria verlassen hatten, machten wir uns auf den Weg zum letzten Höhepunkt dieser achtstündigen Tagestour – dem weltbekannten Zuckerhut. Der 395 Meter hohe Pão de Açúcar, zu Deutsch: Zuckerbrot, besteht aus Granit und ist ca. 500 Millionen Jahre alt. Er bildet heute zusammen mit dem Corcovado das Wahrzeichen der Stadt und ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten weltweit. Der Zuckerhut ist mit einer Zwischenstation, dem Morro da Urca, mit der Seilbahn zu erreichen. Nach der ca. fünfminütigen Fahrt erreichen Sie den Gipfel des Berges und haben die Möglichkeit, einen faszinierenden Blick über die ganze Stadt zu werfen.
Am letzten Tag in Rio erkundeten wir die Stadt erneut auf eigene Faust und nutzten die Gelegenheit, ein paar Souvenirs zu besorgen – was gar nicht so einfach war, da richtige Souvenirläden schwierig zu finden sind.
Wir genossen den vorletzten Abend in Brasilien mit einem typisch brasilianischen Cocktail, dem Caipirinha und ließen die ganzen Eindrücke, die wir in Rio sammeln konnten, noch einmal Revue passieren, bevor es am nächsten Tag mit dem Flugzeug wieder nach São Paulo gehen sollte. Der Transfer vom Hotel zum Flughafen Santos Dumont erfolgte in einem Taxi und ich kann sagen, dass eine Taxifahrt in Brasilien jegliche bisher erlebten Taxifahrten in den Schatten stellte – mit ca. 120 km/h durch die Stadt rasen, millimeterweise an parkenden Autos vorbeischrammen und anderen Autos die Vorfahrt nehmen! Mit dieser rasanten Fahrweise, die wohl normal ist in Rio, erreichten wir den Flughafen innerhalb von 10 Minuten.
Angekommen in São Paulo verbrachten wir den letzten Tag im Hotel Ibis Congonhas, das nur 100 Meter vom gleichnamigen Flughafen entfernt ist. Die Ibis Hotelkette zeichnet sich weltweit durch optimale Lage sowie moderne Einrichtungen aus. Die Preise sind annehmbar. Wir unternahmen nicht mehr besonders viel, sondern bereiteten uns auf unseren am Spätnachmittag geplanten Rückflug vor.
Mein Fazit zur Brasilien Reise
Brasilien hat mich sehr beeindruckt! Es ist ein sehr schönes Land mit viel Natur sowie tollen Städten und mit ca. 12 Stunden Flug per Lufthansa oder TAM ab Deutschland sehr gut zu erreichen.
Ein wichtiger Hinweis für Sie: es wird trotz der vielen Touristen kaum bzw. kein Englisch gesprochen. Sie kommen am besten mit Portugiesisch oder Spanisch weiter, obwohl selbst Spanisch nicht überall verstanden bzw. missverstanden wird, da sich die Sprachen doch sehr unterscheiden. Wir haben z. B. festgestellt, dass Mitarbeiter in einer internationalen Hotelkette die Zahlen von eins bis neun auf Englisch nicht beherrschen. Doch dies hat unserem Urlaub keinen Abbruch getan und so schlugen wir uns mit dem Wörterbuch durch. Es war bestimmt nicht mein letzter Besuch auf dem südamerikanischen Kontinent.
Sie möchten selbst einmal nach Brasilien reisen? Dennis Trampe aus dem Globetrotter Reisebüro in Elmshorn berät Sie gern und stellt Ihnen Ihre persönliche Traumreise zusammen.
- Museu de Arte de São Paulo
- Gondelfahrt auf den Zuckerhut
- Copacabana Strand bei Nacht
- Christus Statue in Rio de Janeiro
- Sicht auf Stadt
- Exotische Pflanze
- Ibirapuera Park in São Paulo
- Traumstrand Copacabana
- Katholische Kirche Sao Paulo
- Maracana Stadion Eingang
- Denkmal in Sao Paulo












