Unser Auszubildender Dennis Trampe war für Sie in Tunesien und berichtet von seinen Erlebnissen.
Im Oktober 2011 folgte ich der Einladung von Thomas Cook und reiste mit insgesamt 150 Kollegen aus ganz Deutschland ins nordafrikanische Tunesien. Nach einer Fahrt von ca. 5 ½ Stunden mit dem ICE zum Flughafen München ging es gegen Abend mit einer Maschine der Tunisair in das nur zwei Stunden entfernte tunesische Enfidha. Die von der tunesischen Regierung sowie Air France gegründete Tunisair ist eine der Hauptairlines, die zwischen Deutschland und Tunesien verkehren. Die Maschinen überraschten mit einer großzügigen Economy Class und einem leckerem Snack auf der Kurzstrecke.
Angekommen am neu gebauten Flughafen Enfidha wurden wir pompös empfangen mit Kanapees und Cocktails zur Einstimmung auf vier interessante Tage. Mit der touristischen Busgestellschaft TTS (Tunesian Travel Service), die uns auch während der gesamten Inforeise begleiten sollte, fuhren wir in unser Haupthotel, das 4-Sterne Hotel Sentido Phenicia in Hammamet. Das Hotel überrascht mit einem sehr modernen Design, genau mein Geschmack! Die Doppelzimmer sind geräumig und geschmackvoll eingerichtet und verfügen über LCD-TV, Minibar, Kingsize Betten sowie Balkon oder Terrasse. Das Badezimmer ist überdurchschnittlich groß und hat sogar eine Badewanne, allerdings wirkt es durch die Beleuchtung etwas kalt und grell.
Nach Bezug der Zimmer trafen wir uns beim Buffet zum gemeinsamen Abendessen, hier war ein erstes Kennenlernen der Teilnehmer in den verschiedenen Gruppen möglich. Besonders gut gefallen hat mir die Aufmachung des Speisesaals, verschiedene Beleuchtungen und Tischvariationen. Das Küchenpersonal war sehr aufmerksam und großzügig mit dem Nachschenken der Getränke, Selbstbedienung war somit nicht nötig. Nach dem gemeinsamen Essen gab es noch ein kurzes Briefing für die kommende Zeit in Tunesien, dann endete endlich ein langer Tag mit vielen neuen Eindrücken.
Ausflüge nach Karthago und Sidi Bou Said
Der nächste Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück, bevor es mit dem Bus Richtung Tunis – der Hauptstadt Tunesiens ging. Erstaunlicherweise erkannten wir während der Fahrt bereits wie grün das Land doch ist und sich somit stark von den anderen nordafrikanischen Ländern wie z. B. Ägypten unterscheidet. Angekommen in Karthago, der Hauptsehenswürdigkeit in Tunesien, machten wir eine ausführliche und informative Führung durch die Ruinen von Karthago. In der Antike war Karthago Hauptstadt der gleichnamigen See- und Handelsmacht und ist heute Teil des Weltkulturerbes und immer noch sehr gut erhalten.
Nach der Besichtigung von Karthago fuhren wir nach Sidi Bou Said, ein kleines Dorf im andalusischen Baustil. Dort hatten wir die Möglichkeit bei Händlern kleine Souvenirs zu kaufen, besonders Schmuck war dort äußerst preisgünstig. Am späten Nachmittag gab es leckeres tunesisches Mittagessen in einem einer Oase gleichenden Restaurant inmitten der Altstadt. Ein von Palmen gesäumter Hof mit plätschernden Wasserspielen war nicht nur schön anzusehen, sondern war für uns Erholung pur. Das Essen, Couscous mit Geflügel, gab es in einer atemberaubenden Kulisse – der Blick auf das azurblaue Mittelmeer war einfach toll.
Wellness und Golf in Tunesien
Der zweite Tag stand ganz unter dem Motto “Wellness und Sport“. Wir fuhren ins Hotel Royal Kenz (4 Sterne) in Port el Kantaoui und genossen eine Wellnessbehandlung à la Thalasso mit Massage, Hammam mit Schlammbehandlung und Lichttherapiebad.
Nach zwei erholsamen Stunden gab es neben der Hotelbesichtigung auch die Möglichkeit auf einem der besten Golfplätze Tunesiens zu spielen. Wir übten den Abschlag ohne Tee und freuten uns über jeden getroffenen Golfball. Der Golfparcours besitzt neben einem 18-Loch Platz viel Raum für Anfänger bis zum Profi.
Im Anschluss fand eine Weinverkostung auf dem Château Bacchus statt, Rot-, Weiß- sowie Roséwein standen zur Auswahl. Am frühen Abend fuhren wir wieder Richtung Hammamet zu unserem Hotel, um uns für ein orientalisches BBQ vorzubereiten. Direkt am Strand, im Festzelt des Hotels, wurde ganz in weiß ein leckeres Buffet aufgebaut. Das Event wurde mit Feuerspuckern, Kamelen, Wüstenreitern und einer Henna Tätowiererin zum echten Highlight meiner Reise. Wir genossen die orientalische Shisha und verarbeiteten die Eindrücke des Tages.
Urlaub unter Freunden – das Konzept der Aldiana Clubs
Am dritten Tag in Tunesien folgten wir der Einladung des Aldiana Tunesien (4 Sterne). Dieses All-Inklusive Clubhotel liegt in Nabeul, unweit von Hammamet und steht ganz unter dem Motto “Urlaub unter Freunden“. Es wird sich geduzt und das Konzept des Aldiana besteht darin, schnell Kontakt zu anderen Urlaubern aufzubauen. Wir starteten eine Club-Rallye, bei der wir spielerisch die gesamte Clubanlage besichtigen konnten. Zimmer, Sportmöglichkeiten, Strand und Kinderbetreuungsangebot konnten dadurch intensiv kennengelernt und getestet werden. Besonders gut hat mir das Essen im Aldiana gefallen. Reich an Auswahl, gute Anordnung der Speisen, so dass eine Schlangenbildung kaum zustande kam. Da ich ein totaler Fan von asiatischem Essen bin, freute es mich ungemein, dass es in diesem Aldiana eine Asia-Corner gibt, an der frisch im Wok zubereitetes Essen angeboten wird – einfach lecker! Das Motto wird auch im Speisesaal gelebt. An großen runden Tischen kommen Sie ins Gespräch mit anderen Urlaubern und tauschen Erfahrungen und gemeinsame Interessen aus. Mir hat der Aldiana Club von den bisher gesehenen Hotels am besten gefallen, vielleicht liegt das auch daran, dass es ein Hotel unter deutscher Führung mit überwiegend deutschen Gästen ist.
Am letzten Tag besuchten wir die Medina Hammamet, eine alte Festung mit einem typischen Markt, auch Souk genannt und fühlten uns durch die engen Gassen und fliegenden Händlern sowie Schlangenbeschwörern ganz wie in Disneys Aladdin. Nach der Einkaufstour standen noch drei Hotelbesichtigungen auf dem Programm, bevor es für uns wieder Richtung Deutschland gehen sollte. Wir besichtigten das Hotel Aziza Thalasso Golf (4 Sterne), das ab 2012 zur Sentido Gruppe gehören wird. Das Hotel der gehobenen Kategorie bietet eine tolle Aussicht auf den Strand und das azurblaue Meer. Es verfügt über tolle Bars mit eigenen Themen sowie sehr komfortablen Zimmern. Direkt neben dem Aziza liegt das kleinere Schwesterhotel Méditerranée (3 Sterne), das ebenfalls sehr komfortabel ist. Beide Hotels sind über den gemeinsamen Spa-Bereich miteinander verbunden. Den Abschluss der Hotelbesichtigungen bildete das Hotel Sindbad (5 Sterne), das luxuriöse und geschmackvoll eingerichtete Zimmer von mind. 30 qm im Doppelzimmer und bis zu 150 qm in den Suiten bietet. Ein kleiner Garten im Zentrum der Anlage mit einer großen Vogelvoliere lädt zum Entspannen ein. Von den auf dieser Reise gesehenen Hotels hat mir das Hotel Sindbad in punkto Zimmer und Anordnung am besten gefallen. Es ist sehr exklusiv und dennoch bezahlbar. Das Hotel Sindbad kann ich vor allem für Paare und Ruhe suchende Singles empfehlen.
Nach dem Abschiedscocktail ging es in Richtung Flughafen Enfidha zum Rückflug nach München.
Tunesien bietet eine Vielfalt an Urlaubsmöglichkeiten
Ich hätte nicht gedacht, dass mir Tunesien als Pauschalreiseziel so gut gefällt. Besonders die Strände sind traumhaft und überzeugen mit guter bis sehr guter Wasserqualität. Die politischen Verhältnisse im Land sind weitgehend friedlich. Ich habe während des gesamten Aufenthalts keinerlei Unruhen, Aufstände oder andere für den Tourismus bedenklichen Aktivitäten erlebt. Ich freue mich auf einen erneuten Besuch und kann Ihnen sagen: Besuchen Sie Tunesien!
Ein Bericht von Dennis Trampe aus dem Globetrotter Reisebüro Elmshorn.








