Atomausstieg bereitet Deutsche Bahn Probleme

Deutsch BahnDeutsche Bahn zählt zu Deutschlands größtem Stromverbraucher.

Nun muss der Konzern kurzfristig die eigene Energieversorgung neu absichern, denn die Abschaltung von sieben Atomreaktoren hat große Auswirkungen für das Unternehmen. Eine der wichtigsten Stromquelle des Unternehmens entfällt ersatzlos. An dem Atomkraftwerk Neckarwestheim I besitzt die Deutsche Bahn sogar einen Anteil.

Verschärft wird die Lage noch durch die aktuelle Situation des Kohlekraftwerk Datteln 4 mit dem ein weiterer wichtiger Stromzulieferer wegzufallen droht. Das Kraftwerk sollte laut Planung ab 2012 etwa ein Fünftel des Strombedarfs decken. Aber ob das Kraftwerk je ans Netz geht ist fraglich, da Teile der Baugenehmigung gerichtlich angefochten wurden.

Stromverbrauch enspricht dem Jahresbedarf einer Großstadt

Die Deutsch Bahn hat einen Stromverbrauch von etwa zwölf Terawattstunden pro Jahr, das entspricht dem Jahresverbrauch einer Großstadt wie Hamburg. Das Unternehmen steht daher nicht nur vor dem Problem alternativer Energieversorgung, sondern auch vor  dramatischer Preissteigerungen für Strom.

Es ist zwar noch unklar, wie der Konzern damit umgeht, aber die nächste Fahrpreiserhöhung lässt sicher nicht lange auf sich warten.

3 Gedanken zu “Atomausstieg bereitet Deutsche Bahn Probleme

  1. Antony Colburn

    Mir fehlt bei den ganzen Diskussionen über den Atomausstieg oftmals die Tiefe und die Kenntnis in den Argumenten. Hier gibt es eine gute Webseite, wo jeder Einzele seine Fachbücher empfehlen kann, damit man zum Beispiel besser informiert ist für heiße Diskussionen. Ich finde die Seite interessant, denn es wurde in Diskussionen in meinem Bekanntenkreis immer emotional und unsachlich. Und die Argumente waren alles andere als fundiert.

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  2. Thaddeus Biviano

    Es geht den Konzernen immer nur um ihr Einkommen. Sie kümmern sich nicht um die Natur, Hauptsache sie bekommen ihr Geld. Jetzt reden die Firmen davon, dass nicht genug Energie produziert würde ohne die Atomenergie, jedoch ist dies erneut nur eine der vielen Ausreden um den Ausstieg aus der Atomkraft zu vermeiden. Auch die Bundesregierung will den Energieriesen entgegenkommen, indem sie den Bossen die Erlaubnis erteilen, die Stromkontingente der 7 Atommeiler, die ab sofort ausgeschaltet werden sollen, auf neuere Atommeiler zu überschreiben. Ich denke, dass das alles nur zur Zeitgewinnung dient. Ich werde mich auch weiterhin gegen die Atomkraft einsetzen.

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  3. Kieth Russwurm

    Ich bin sehr erfreut, dass man sich jetzt schließlich doch entschieden hat, die Atomkraft abzuschalten und sie dann durch erneuerbare Energiequellen auszutauschen. Ich bin mal gespannt wie lange der Staat für die Energiewende braucht und ob auch in Zukunft wirklich alles aus erneubaren Energien erzeugt wird. Man muss damit aufhören, die Natur mit der Emission zu vernichten und auch mal an die Zukunft unserer Welt denken. Die Katastrophe in Japan hat der Regierung endlich gezeigt, dass man das Restrisiko von Atomkraftwerken nicht verharmlosen darf. Ich hoffe, dass die anderen Länder genauso schnell ihre Atommeiler deaktivieren und wir so nicht mehr in Angst leben müssen. Weiterhin gefällt mir, dass auch Unternehmen wie Knittel die erneubaren Energiequellen unterstützen, indem sie auch selbst mit klimaneutralen Produkten arbeiten.

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