Motorradabenteuer 2017: Sibirien Spezial – Teil 17

Moskau, Moscow, Moskwa

Moskau bei NachtNach dem Frühstück machte sich Reinhard auf den Weg zum Kasaner Bahnhof, um unsere „Ausflügler“ abzuholen. Er bringt sie auch heil zum Hotel, sie schaffen es noch, zu frühstücken und zu duschen, um rechtzeitig am Bus zu sein, mit dem wir auf Stadtrundfahrt fahren.

Spatzenberge mit Lomonossov-Universität, mit dem beliebten Motorradtreffpunkt, die neue City Süd, Roter Platz mit der Basilius-Kathedrale und dem Kaufhaus GUM, Kreml, Metro, wir erleben Moskau wieder einmal sehr intensiv.

Moskau, russisch Moskwa, ist mit etwa 12 Millionen Einwohnern plus etwa 3 Millionen Gastarbeiter geistiges und kulturelles Zentrum und die Hauptstadt der Russischen Föderation, kurz „Russland“, des größten und auch wirtschaftlich stärksten Landes der GUS. Die Stadt ist auch die Hauptstadt der Oblast Moskau, liegt am Fluss Moskwa und ist traditionell die „Heilige Mutter” der Russen. Moskau ist das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum Russlands. Eisenbahnstrecken und zahlreiche Fluglinien aus allen Teilen Russlands und der Welt laufen hier zusammen. Schiffbare Wasserwege wie der Moskwa-Kanal, die Moskwa und der Wolga-Don-Kanal machen die Hafengebiete der Stadt direkt zugänglich für Schiffe aus der Ostsee, dem Weißen, dem Schwarzen, dem Kaspischen und dem Asowschen Meer.

Moskau dehnt sich auf einer Fläche von etwa 880 km² aus. Ringförmige Boulevards, die überwiegend im Bereich früherer Schutzwälle angelegt wurden, gliedern das Stadtbild. Im Mittelpunkt liegen der Kreml, der frühere Regierungssitz Russlands, und daran angrenzend der Roter Platz, Zentrum des radialen Straßensystems. Moskau besitzt ein modernes U-Bahn-Netz, das für seine mit Marmorwänden versehenen Bahnhöfe bekannt ist. Schon im 14. Jhdt. war Moskau Hauptstadt für das damalige Russische Reich. Zwischen 1712 und 1917 hatte der Zar den Regierungssitz nach St. Petersburg verlegt, das in Leningrad umbenannt wurde. Aber nach der Oktoberrevolution ging der Regierungssitz wieder nach Moskau zurück. Der Kreml, ein burgartig befestigter Stadtteil, ist der Mittelpunkt der Stadt.

Wir fahren zum Roten Platz, gehen zum Mittagessen ins Kaufhaus GUM und fahren anschießen noch eine Runde mit der Metro. Die Moskauer Metro, seit 1935 in Betrieb, ist viel mehr als das wichtigste Nahverkehrsmittel der Hauptstadt, das täglich etwa 9 Millionen Passagiere befördert – jeden Moskauer also im Schnitt einmal und mehr Menschen, als jede andere Untergrundbahn der Welt.

Eine Besichtigung der Moskauer Metro ist der ideale Zeitvertreib nicht nur an einem verregneten Tag. Sehenswert sind vor allem die Stationen entlang und innerhalb der Ringlinie, immer wieder neue Überraschungen mit Marmor, Kronleuchtern und sozialistischen Wandbildern. Nur die Hauptverkehrszeiten zwischen 8:00 – 9:30 Uhr sowie der Feierabend-Verkehr sind für Metro-Anfänger nicht zu empfehlen. Dann entstehen in den Umsteige-Tunneln oft lange Staus und in den Zügen wird gedrängelt, was das Zeug hält. Früher war hier ein Fotografieren verboten, heute sind an bestimmten Stellen schon die Hinweise für die beste Selfie-Spots aufgeklebt.

Wir verabschieden uns von Igor und fahren zum Hotel zurück. Am Abend treffen wir uns nach dem Abendessen auf ein paar Bier im „Krug“. Da die Lastwagen nicht wie gehofft und eigentlich geplant im Laufe des zweiten Tages unseres Moskauaufenthaltes eintreffen, machen wir noch einen individuellen Moskautag, d.h. jeder macht einen Tag sein ganz eigenes Moskauprogramm.

Jetzt lesen: „Motorradabenteuer 2017: Sibirien Spezial – Teil 18“

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