Insider-Tipps zu Venedig und zur Reiseplanung

Chantal Bahlke im Interview über ihre Azubi-Reise

Kaum ist Chantal von ihrer Berufsschul-Klassenfahrt zurück, wird sie schon von ihrer Kollegin Janika mit Fragen durchlöchert.

Janika Peschke: Hey Chantal! Du warst mit deiner Berufsschulklasse in Italien, oder?

Ich (Chantal Bahlke): Ja! Einmal Pause von Globetrotter in Neugraben 😉 Ich war allerdings nicht das erste Mal in Italien. Nur dieses Mal bin ich total überwältigt worden. Mit meiner Berufsschulklasse zusammen haben wir unsere große Projektreise geplant.Marcus PlatzJanika: Ihr wart in drei Städten, Mailand, Vendig und Verona, oder? Erzähl doch erstmal dein Highlight: welche Stadt hat dir am besten gefallen und warum?

Ich: Mir hat persönlich Venedig am besten gefallen, schon allein das Ankommen auf der Insel, war ein Traum. Das einzige Fortbewegungsmittel in Venedig sind kleine Boote, die auf den Kanälen fahren. Es gibt also keine lauten Autos zu hören. Als wir in den späten Abendstunden durch den großen Kanal gefahren sind, waren alle Häuser beleuchtet!

Viele Menschen saßen auf Wasserterrassen, im Restaurant und haben den Abend ausklingen lassen. Es ist eine sehr saubere Stadt. Am nächsten Morgen haben wir am Ufer den Sonnenaufgang genossen. Währenddessen joggten Italiener an uns vorbei oder gingen ihre Runde, bevor es dann richtig warm wurde. Venedig hat unzählige verschiedene Gassen durch die man sehr gut schlendern kann. Besonders ist, dass man grade wenn man denkt, es kommt nichts mehr, meist noch ein kleines, familienbetriebenes Kaffee oder einen kleinen Supermarkt findet. Eine wirklich sehr bezaubernde Stadt. Hier werde ich auch auf jeden Fall noch mal wieder hin reisen.

Janika: Top. Klingt super! Jetzt wäre vielleicht nochmal ein kleiner Überblick von der Reise gut.

Ich: Wir sind am Sonntagmittag mit der S-Bahn zum Hamburger Flughafen gefahren, um vor dort aus mit Easy Jet nach Venedig zu fliegen. Als wir dort angekommen sind, ging die Sonne gerade unter. Am nächsten Morgen, haben wir uns viele Sehenswürdigkeiten in Venedig angeschaut und uns einen großen Stadtrundgang vorgenommen. Abends haben wir uns dann alle auf das Bett gefreut. Am 2. Tag sind wir auf die umliegenden Inseln Murano und Buroano gefahren, wo wir die Glasbläserei des echten Murano Glas und viele weitere schöne Plätze besucht haben.

Am Mittwoch, dem 3. Tag, sind wir frühmorgens mit dem Flixbus von Venedig in Richtung Verona gefahren, wo wir nach knapp zwei Stunden angekommen sind. Mit einer schönen Stadtführung haben wir den Tag verbracht und mit einem entspannten Abend am Münchener Brunnen auf dem Piazza Bra haben wir ihn ausklingen lassen. Nach einer Nacht im Ibis Hotel mussten wir dann schon wieder aufbrechen um zurück zum Bahnhof von Verona zu fahren, da dort der Flixbus weiter nach Mailand abfuhr. Die Fahrt dauerte nur knapp zwei Stunden. In Mailand haben wir die letzten 3 Tage verbracht um die verschiedenen Viertel der Stadt kennen zu lernen. Dieses haben wir mit Hop-on, Hop-off Bustouren und vielen U-Bahn Fahrten gemacht. Am letzten Tag sind wir dann mit gepackten Koffern wieder mit der Bahn in Richtung Bahnhof gefahren, um von dort aus mit dem Malpensa Airport Shuttle zum Flughafen zu fahren, wo die Easy Jet Maschine in Richtung Hamburg auf uns wartete. Und somit mussten wir uns wieder vom schönen warmen Italien verabschieden.Gondeln VCE

Janika: Wie kamt ihr auf die Idee, nicht nur eine, sondern drei Städte in Italien zu besuchen?

Ich: Da wir uns nicht wirklich entscheiden konnten, haben wir gesagt, dann nehmen wir halt alle drei Städte im Norden und verbinden Sie miteinander. Das war wirklich eine super Idee, da man alle drei Städte und somit auch gleich die Unterschiede sehen und merken konnte.

Janika: Welcher Punkt war euch bei der Städteauswahl wichtig?

Ich: Sehr unterschiedliche Städte mit verschiedenen Schwerpunkten kennen zu lernen.

Janika: Nach welchen Kriterien habt ihr Hotels und Transportmittel ausgesucht?

Ich: Da zu der Zeit im April in Mailand die große Möbelmesse und gleichzeitig auch in Verona die große und sehr bekannte Weinmesse stattfand, hatten wir leider keine große Auswahl an Hotels mehr. Dennoch haben wir tolle Hotels beziehen können. In Venedig waren wir genau am Kanale Grand, in Mailand nur 10 Minuten vom Zentrum entfernt (Hotel Messner) und in Verona konnten wir dann auch ein Ibis Hotel kennenlernen (ibis Verona). Als Transportmittel war uns wichtig eine schnelle Anbindungen zu bekommen. Mit dem easyJet-Flug direkt nach Venedig hatten wir nur noch eine Busfahrt auf die Insel und einen kleinen Spaziergang vor uns. Mit dem Flixbus sind wir dann direkt nach Verona zum Bahnhof gekommen und von dort aus mit einem Linienbus weiter zum Hotel. Ebenfalls von Verona sind wir weiter nach Mailand mit dem Flixbus, da wir dort dann mit der U-Bahn in die Stadt gefahren sind. Wichtig war für uns, dass wir von Mailand aus wieder zurück nach Hamburg fliegen konnten. Möglich war dies mit easJet. Somit sind wir dann am letzten Tag gegen Mittag von Malpensa (Flughafen bei Mailand) wieder nach Hamburg geflogen.

Janika: Wie seid ihr bei der Organisation vorgegangen?

VCE

Die Gassen Venedigs

Ich: Wir haben uns zuerst zusammengesetzt und überlegt was wir sehen wollen, wie weit wir fliegen wollen und wie viel Budget wir haben. Danach haben wir einen Plan gemacht, wie wir Spendengelder rein bekommen, um tatsächlich die Reise wahrnehmen zu können. Dies haben wir dann mit Waffelverkauf und Flohmärkten in Angriff genommen.

Parallel haben wir die Klasse in drei Gruppen aufgeteilt, sodass sich jede Gruppe eine Stadt vornimmt und sich um die Unterkünfte und Tagesplanung kümmert. Ich war mit drei weiteren Klassenkameradinnen in der Verona-Gruppe und somit haben wir los gelegt und ein schönes Hotel, welches im Budget lag gefunden und überlegten uns eine Stadtführung mit einem eigens designtem Flyer und Vorträgen.

Als alle Gruppen mit diesem Teil fertig waren, haben wir alle „Puzzleteile“ zusammen gesteckt und es unseren Lehrern und unserer Schulleitung vorgetragen. Als dieses genehmigt worden war, konnte es losgehen.

Janika: Für welche Kunden würdest du die Städte empfehlen?

Ich: Bei den drei Städten ist für jeden Kunden etwas mit dabei.

Brücke VCE (2)

Brücke in Venedig

Venedig ist etwas ruhiger und mit viel Fußmarsch verbunden. Man kann zwar auf die umliegenden Inseln wie Murano und Burano mit dem Schiff fahren, aber auf Venedig selbst kann man auch sehr viel entdecken.

Verona hat einen sehr besonderen Charme, da dort die Geschichte von Romeo und Julia spielte. Man kann den Balkon der Julia begehen und viele Möbelstücke aus der Geschichte besichtigen. Allein wenn man auf der Brücke steht, welche über die Etsch am alten Stadttor führt, hat man einen herrlichen Blick ins umliegende Gebirge. In der Stadt kann man dann viele Markenläden besuchen, es sind aber auch viele Souvenirshops und andere Einkaufsläden vorhanden. Am Piazza Bra kann man bei einer Kugel Eis und einen Blick auf den Münchener Springbrunnen die Füße ein wenig ausruhen.

Mailand ist dort hingegen etwas quirliger. Es gibt in der großen Stadt aber auch viele verschiedene Viertel die ruhiger sind. Man merkt auch sofort am Kleidungsstyl der Menschen, dass Mailand eine Modemetropole ist. Aber auch dort gibt es sehr viel zu entdecken. Von kleinen Designer Läden bis hin zu den Stores der größten Marken.

Janika:  Hast du ein paar Insidertipps für unsere Leser?

Ich:

  1. Man sollte sich auf Venedig ruhig trauen durch die verschiedensten Gasen zu gehen und wirklich man zu schauen was sich sonst noch so dort verbirgt und vielleicht findet man dann ja doch noch etwas Schönes wie ein entspanntes und kleines Café.
  2. In Mailand sollte man auf jeden Fall ins Navigli Viertel fahren, um dort an dem kleinen Kanal ein gemütliches Abendessen zu genießen.
  3. In Verona sollte man sich vor die Statue von Julia stellen und die linke Brust anfassen, dies soll immerhin Glück bringen.

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