St. Petersburg – eine Städtereise zwischen russischer Kulturgeschichte und europäischem Flair

Matrjoschka mal andersDaniela Hacker-Eberl aus dem Globetrotter Reisebüro in Elmshorn war für Sie in St. Petersburg. Der folgende Bericht ist eine Wanderung durch die zweitgrößte Stadt Russlands, ihren Entstehungsort, ihre Traditionen und das Leben heute. Wenn Sie möchten, lesen Sie meine Erlebnisse zwischen ‚russischer Kulturgeschichte und europäischem Flair‘ nach.

Übersicht

  • Tag 1: Die beklemmende Einreise und typisch russisches Essen
  • Tag 2: Die Geburtsstätte von St. Petersburg
  • Tag 3: Von riesigen Kunstaustellungen  und tückischen Brücken
  • Tag 4: Stadtrundfahrt endet im Hochgenuss
  • Mein Fazit
  • Weitere Impressionen von der Reise
  • Ein Portrait von St. Petersburg

Tag 1: Die beklemmende Einreise und typisch russisches Essen

Pünktlich heben wir in Düsseldorf ab und landen nach nur zwei Stunden und zehn Minuten bei Nieselregen und 8°C auf dem Flughafen Pulkovo in St. Petersburg. Der Flughafen wirkt wie ein größerer ZOB aus den 80er Jahren. Während der ernsten Paß- bzw. Visakontrolle beschleicht mich ein beklemmendes Gefühl. Aber kurze Zeit später ist diese Hürde überwunden und wir fahren die ca. 30 Minuten zum Hotel Crowne Plaza Ligosky. Doch der Verkehr in der 5-Millionen-Stadt ist nicht immer so gnädig; teilweise kann die gleiche Fahrt auch 60 Minuten dauern. Nur ein paar Meter von unserer Unterkunft fängt mit dem Newski-Prospekt die Hauptstraße zum einkaufen und flanieren an. Trotz der zentralen Lage essen wir zu Abend im Hotel. Es ist meine erste Bekanntschaft mit dem typischen russischen Essen: Buchweizen und Blinis – und dazu den unvermeidlichen Vodka.

Tag 2: Die Geburtsstätte von St. Petersburg

Der zweite Tag widmet sich ganz der Peter-Pauls-Festung auf der Haseninsel. Durch die Präsentationen von Gebeco und Dr. Tigges lernen wir „Die Geburtsstätte von St. Petersburg“ ausgiebig kennen:

Peter-Paul-Kathedrale

Kathedrale

„Die Festung diente einst zum Schutz des neu errungenen Territoriums im Newa-Delta. Heute strömen bei schönem Wetter die Petersburger scharenweise in die Festung, ist sie doch eine der letzten Ruhe-Oasen inmitten der Großstadt.

Neben dem Münzhof, in dem auch heute noch geprägt wird und dem Museum in der Trubezkoj Bastion, Russlands ehemals meistgefürchtetes Gefängnis für politische Gefangene, befindet sich die Peter-Paul-Kathedrale im Inneren der Festung. Der über 120 m hohe Glockenturm mit goldener Spitze ist mittlerweile das Wahrzeichen von St. Bestattete Zaren in der Peter-Paul-KathedralePetersburg. Obwohl von außen eher schlicht gehalten, entfaltet sich innen goldener Prunk. In der Kathedrale fanden die Zaren ihre letzte Ruhestätte. Die sterblichen Hülle vom letzten russischen Zaren Nikolaus der II und seiner Familie wurden erst 1998 gefunden und zuletzt beigesetzt. Am Abend hatten wir das Vergnügen in einem typischen russischen Restaurant zu essen.

Tag 3: Von riesigen Kunstaustellungen und tückischen Brücken

Heute steht als erstes eine – leider viel zu kurze – Besichtigung der Eremitage auf dem Plan. Sie ist im Winterpalast untergebracht. Dieser war bis zur Revolution 1917 die Residenz der Zaren. Danach wurde hier das drittgrößte Kunstmuseum der Welt eröffnet. Unsere Reiseleiterin Eugenia erzählt uns:

Treppenhaus Eremitage

Treppenhaus

„Es beherbergt ungefähr drei Millionen Werke – und ‚nur‘ etwa 65.000 können ausgestellt werden! Wenn man vor jedem Objekt nur eine einzige Minute verbrächte, würde es insgesamt  sechs Jahre für alle Werke benötigen!“

Gemäldegalerie

Gemäldegalerie

Die Sammlung ist wirklich beeindruckend und ich wäre sehr gerne länger als nur eineinhalb Stunden geblieben. Je nach Kunstinteresse sollte man mindestens mehrere Stunden, wenn nicht gar ein paar Tage einplanen!

Metroplan St. PetersburgDa an diesem Tag die olympische Flamme durch St. Petersburg getragen wird, sind viele Straßen gesperrt und wir lernen die Metro kennen. Die Stadt ist auf Sumpfgebiet gebaut, deshalb liegt die Metro in bis zu 100 m Tiefe. Die Stationen erinnern eher an Paläste als an Bahnstationen: Wo man hinsieht trifft der Blick auf Kristall-Leuchter, Marmor, Granit, Porzellan und Bronze. Unsere 40 km Nachmittagstour nach Puschkin hat den Katharinenpalast als Ziel. Es ist die Sommerresidenz der Zaren.

Im 2. Weltkrieg von deutschen Soldaten fast vollständig Aussenansicht Katahrinenpalastzerstört, wurde der Palast möglichst originalgetreu wieder aufgebaut. Als absolutes Highlight ist seit 2003 die Rekonstruktion des berühmten Bernsteinzimmers zu sehen. Seit die Deutschen den kostbaren Raumschmuck abmontiert haben, ist er verschwunden. Bis heute ranken sich viele Gerüchte über den am Palasttatsächlichen Verbleib. Bei der Besichtigung des Palastes kommt man durch viele Prunkzimmer, eines schöner als das andere. Neben Esszimmern, Schlafzimmern, japanischen Zimmern und dem Bernsteinzimmer kann man noch einen der größten und prunkvollsten Ballsäle Europas bewundern: mit seinen knapp Grosser Saal Katharinenpalast900 qm verschlägt er einem schlichtweg die Sprache. Den Abschiedsabend kreuzen wir auf einem Schiff über die Newa: Ein ‚fürstlicher‘ Blick auf das wundervoll beleuchtete St. Petersburg.

TIPP: Ab 01.25 Uhr werden in St. Petersburg einige wichtige Brücken hochgeklappt, um den Frachtverkehr passieren zu lassen. Einerseits ist das ein reizvolles Schauspiel, andererseits kommt man danach nicht mehr so einfach nach Hause!

Tag 4: Stadtrundfahrt endet im Hochgenuss

Heute steht am Vormittag noch eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Leider regnet es wieder in Strömen. Unsere Tour umfasst das russische Museum, einige Theater, den Zirkus (im festen Zirkusgebäude), die Auferstehungskirche und Isaaks-Kathedrale; die größte Kirche Russlands ist heute ein Museum. Damit der sumpfige Boden nicht absackte wurden 20.000 Baumstämme in die Erde gerammt. Der Feinkostladen Jelissejew ist unser letzter Halt. Das Geschäft ist ausgestattet mit Jugendstildekor. In dieser einzigartigen Atmosphäre ist es ein Mekka für wohlhabende Gourmets: Von Kaviar über Austern zu Torten, Keksen und anderen Süßigkeiten. Hier gibt es alles was das Feinschmeckerherz begehrt.

Nach dem Mittagessen im *****-Hotel Radisson fuhren wir zum Flughafen Pulkovo. Genau wie die Ankunft ist auch der Check-In auf dem Rückweg sehr mühsam: Es gibt nur vier Automaten, insgesamt maximal zehn Check-In Schalter, lange Schlangen vor der Ausreisekontrolle und ein unbequemer Wartebereich am Gate. Ich bin froh, als wir endlich im Flieger gen Heimat sitzen! Ein Anschlussflug von Düsseldorf nach Hamburg erspart mir eine Bahnfahrt. Sehr angenehm – denn Orkan Christian hätte mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. So komme ich nach einer etwas wackeligen Landung wohlbehalten und vor allem pünktlich in Hamburg an.

Mein Fazit

Krönungskleid Katarina die Große

Krönungskleid Katarina der Großen

St. Petersburg ist eine tolle Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, viel Geschichte und mit europäischem Flair. Ich werde sicher noch einmal zurückkehren, um einige Schätze genauer zu entdecken! Wunderschön sind ganz sicher die weißen Nächte (25.05.-16.07.) in denen die Sonne nie untergeht. Allerdings wäre es mir persönlich dann zu voll in der Stadt, da zu dieser Zeit auch alle großen Kreuzfahrtschiffe in der Region unterwegs sind. An manchen Tagen stapeln sich bis zu vier oder fünf Der Ozeanriesen im Hafen von St. Petersburg. Leider hat die Stadt im Schnitt nur 65 Sonnentage im Jahr und der Rest des Jahres ist verregnet. Allerdings gibt es laut unserer Reiseleiterin ein relativ zuverlässiges Hochdruckgebiet im Februar. Dann ist es in St. Petersburg zwar kalt, aber sonnig und verschneit.

Wenn Sie von der Reiselust in die russische Stadt mit einigem europäischen Flair gepackt sind, berate ich Sie gerne im Globetrotter Reisebüro Elmshorn. Zum Beispiel empfehle ich die Möglichkeit einer Gruppenreise (in einer möglichst kleinen Gruppe) um lange Warteschlangen an Museen und Palästen zu vermeiden!

Weitere Impressionen von der Reise

Ein Portrait von St. Petersburg

 

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