Dresden: Zwischen historischen Bauten und Kunstgalerien

Daniela Hacker-Eberl und Isabel Keller vor der FrauenkircheIsabell Keller und Daniela Hacker-Eberl aus dem Globetrotter Reisebüro Elmshorn verbrachten zwei Tage „zwischen historischen Bauten und Kunstgalerien“ in Dresden. Hier schildern die beiden Ihnen ihre Eindrücke:

Anstrengende Anreise im CityNightLine Zug

Die Reise beginnt etwas abenteuerlich mit der Fahrt im CityNightLine Zug der Deutschen Bahn. Uns erwartete ein kleines, platzarmes Schlafwagenabteil und so beginnt unser Bericht auch direkt mit einem Tipp: Denken sie an Ohropax, denn die Fahrgeräusche sind laut und deutlich zu hören. – Hätten wir das nur früher gewusst. Haben wir nicht, also steigen wir am Morgen ziemlich gerädert aus dem Zug.Meißener Kachelwand - Fürstenzug

Immerhin entschädigt uns das leckere und reichhaltige Frühstück im Hilton Hotel (direkt an der Frauenkirche). Der erste Programmpunkt des Tages täuscht weiter über die holprige Anreise hinweg. Unser persönliches Highlight: Die Begrüßung in der Frauenkirche! 1996 habe ich sie noch in Einzelteilen an der Elbe liegen sehen, nun erstrahlt sie seit 2005 in neuem Glanz.

Die Frauenkirche – Geschichte eines „wunden“ Mahnmals

Die Frauenkirche(1)Nach dem verheerenden Bombenangriff auf Dresden im Februar 1945 stürzte die ausgebrannte  Frauenkirche am 15.02.1945 in sich zusammen. In der DDR blieben die Trümmer als Mahnmal unangetastet. Erst nach der Wiedervereinigung ging 1990 ein „Ruf aus Dresden“ in die Welt. Der Aufruf zur Unterstützung des Wiederaufbaus fand großen Widerhall. 1993 konnte mit der archäologischen Enttrümmerung begonnen werden. Weit mehr als 100.000 Spender haben dazu beigetragen, dass der Wiederaufbau der Frauenkirche möglich wurde. Zwei Drittel der Baukosten (ca. 100 Millionen Euro) konnten mit Hilfe des bürgerschaftlichen Engagements finanziert werden. 1994 wurde der Grundstein gelegt. Am 30.10.2005 feierten 250.000 Menschen mit der Kirchweihe die bedeutsame Fertigstellung. Dunkle Färbungen der alten Steine erinnern an Narben einer geheilten Wunde. Die neuen (hellen) Steine werden Nachdunkeln und die Wunden langsam über die Jahre „heilen“ – Die Frauenkirche wird weiterhin an die grauenvollen Zeiten der NS-Zeit und an die Opfer der Bombenangriffe erinnern. Der Innenraum der Kirche ist relativ klein (45m x 45m), seine Größe gewinnt der Raum durch die Höhe.Decke der Frauenkirche

In der Frauenkirche finden neben den Gottesdiensten auch zahlreiche Konzerte statt. Außerdem kann man einen Kuppelaufstieg wagen und auf die Aussichtsplattform in 67m Höhe „klettern“. Von hier oben hat man einen wunderschönen Blick über Dresden und Umgebung!

Wir erleben neben Begrüßungsansprachen der Stiftung Frauenkirche Dresden und dem Dresden Marketing einige Musikstücke und einen Auftritt von Gospelsängerin Deborah Woodson & Gospel Soul Mates.

Die Semperoper – ein würdevoller Bau mit wechselhafter Geschichte

vor der SemperoperAm darauf folgenden Tag besuchen wir erst die Semperoper und anschließend den Zwinger.

Die Semperoper liegt direkt am Theaterplatz im historischen Stadtkern von Dresden. Von 1838 bis 1841 wurde der gigantische Rundbau von Gottfried Semper errichtet. 1869 wurde das Gebäude bei einem Brand zerstört. Nach der Zerstörung der ersten Semperoper wurde 1871 mit dem zweiten Bau begonnen. Gottfried Semper entwarf das zweite Gebäude aus der Entfernung, da er zu dieser Zeit sächsischen Boden nicht mehr betreten durfte. Doch auch der zweite Bau wurde zerstört – in der Nacht des 13. Februar 1945 durch einen Luftangriff.

1977 wurde der Grundstein für einen fast identischen Wiederaufbau gelegt. Die heutige Sächsische Staatsoper erfuhr lediglich einige Modernisierungen. Und als ob die Geschichte nicht Leiderfüllt genug gewesen wäre, verursachte das Hochwasser 2002 einen erneuten Schaden von 27 Millionen Euro.in der Semperoper

Die prachtvolle Architektur und vielen verzierten Räumlichkeiten verzaubern den Betrachter. Beim Gang durch die Semperoper erzählen die Gemälde kleine Geschichten. Wie auch die Frauenkirche wurde die Oper in Sandstein gebaut – dadurch wirkt sie sehr festlich und würdevoll. Die regelmäßigen Führungen erzählen die ereignisreichen Geschichten der Semperoper und ihrer Künstler sowie einige kleine Geheimnisse.

Die Kunstgalerie im Zwinger

Nach vielen interessanten Eindrücken nehmen wir unsere Mittagsmahlzeit zu uns und machen uns auf den Weg zum Zwinger. Früher war das der Festungsteil zwischen der äußeren und inneren Festungsmauer. Es ist problemlos möglich mehrere Stunden oder Tage in der Galerie zu verbringen. Leider haben wir nicht so viel Zeit und schauen uns nur die Gemäldegalerie „Alte Meister“ an. Die Gemälde stammen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert und gehören zu den renommiertesten Sammlungen der Welt. Das wohl berühmteste Bild ist die „Sixtinische Madonna“ von Raffael – vor allem die beiden Puttenfiguren (Engel) am unteren Bildrand sind sehr bekannt. Aber auch weitere Gemälde z.B. der italienischen Malerei der Renaissance sind beeindruckend.

Zum Abschluss noch ein Tipp von uns: Die Führungen oder Audio Guides helfen deutlich die Bildkompositionen besser zu verstehen. Die Hell-Dunkel-Malerei hat mich am meisten fasziniert!

Wenn Sie eine Städtereise nach Dresden planen, sind wir Ihnen gerne im Globetrotter Reisebüro Elmshorn bei Ihren Planungen behilflich.

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