Lufthansa Basis am Frankfurter Flughafen

Lufthansa A380 im HangarEvent Manager von Globetrotter Eventmanagement und Mitarbeiter des Globetrotter Firmen-Reisedienstes haben sich den Frankfurter Flughafen auf Einladung von Lufthansa angeschaut.

Einen ganzen Tag lang ging es um die Lufthansa Höhepunkte wie z. B. das Lufthansa Flaggschiff, den Airbus A380, das Sicherheitmanagement und Personaltraining.

Willkommen in der Lufthansa Welcome Lounge

Nach dem Zusammentreffen mit der Lufthansa Begleitung flogen wir von Hamburg nach Frankfurt.
Angekommen am Fraport besichtigten wir zuerst die Welcome Lounge der Lufthansa. Die Lounge bietet First Class und Business Class Gästen sowie den Inhabern der Silver- und Gold-Cards einen umfassenden Service in entspannter Atmosphäre. Von bequemen Sitzgelegenheiten, einem eigenen Schrank, einem umfangreichen Frühstücksbuffet nebst Getränken, W-LAN, Arbeitsplätzen, Ruheraum mit Liegen über einen Raucherraum wird alles geboten. Besonders beeindruckend waren die 28 Duschen. Sie sind sehr geräumig bieten einen besonderen Service. Sie können Ihr Hemd bzw. Ihre Bluse abgeben und wenn Sie Ihre Dusche beendet haben, ist Ihr Kleidungsstück frisch gebügelt.

Lufthansa A380 im Hangar Cockpit eines Lufthansa A380

Im Pilotensitz des Airbus A380

Nach einem Essen in der Lufthansa Verwaltung mit tollem Blick über den Flughafen ging es, ausgestattet mit Wasser, einem Info-Buch über den Airbus A380 und einem Fächer gegen die Hitze, begleitet von zwei Guides mit dem Bus direkt zum Hangar des Airbus A380.

Es war eindrucksvoll, einmal in anderer Form das Flugzeug besichtigen zu dürfen. Zuerst gingen wir unter der A380 durch, sodass uns die Größenverhältnisse richtig bewusst wurden. Der Airbus A380 ist ca. 73 m lang und hat 22 Räder, von denen ein Reifen zwischen € 5.000,- und € 20.000,- kostet. Der Airbus an sich kostet ohne Triebwerke und jegliche Ausstattung ab 346 Millionen Euro. Die Reifen sind mit Stickstoff gefüllt, da dieser durch eine höhere Dichte nicht so leicht austritt wie Sauerstoff. Außerdem würde Sauerstoff bei den Außentemperaturen einfrieren.

Im Inneren der A380 hatten wir die Möglichkeit, das Cockpit zu besichtigen und uns auch einmal auf die Pilotensitze zu setzen – ein ganz tolles Erlebnis! Auf Langstreckenflügen sind oft drei Piloten an Bord, von denen sich jeweils einer in einer kleinen, aber gemütlichen Koje ausruht.
Auch für das Bordpersonal stehen im Bauch des Fliegers elf Kojen zur Verfügung, sodass sie sich während der langen Flüge ausruhen können.

Im unteren Deck der A380 befinden sich 420 Economy Plätze, im oberen Deck 8 Plätze der First Class sowie 98 Plätze der Business Class. Abgesehen davon, dass die First- und Business Class nahezu alles bieten, was Sie sich in der Luft wünschen können, haben auch die Economy Plätze ausreichend Beinfreiheit und einen kleinen Bildschirm in den jeweiligen Vordersitzen.

Notfallplan im Lufthansa Airbus A380

Sehr interessant waren die Informationen zur Erteilung der „Lizenz zum Fliegen“. Aus jedem Flieger müssen im Notfall alle Gäste in max. 90 Sekunden draußen sein, sonst gibt es keine Lizenz. Getestet werden die Vorgaben auf dem Airbus Gelände in Hamburg Finkenwerder und da der A380 für ca. 810 Personen konzipiert wurde, waren auch 810 „Zivilisten“ an Bord. In nur 70 Sekunden hatten alle Testpersonen das Flugzeug über die Notrutschen verlassen! Das ist wirklich beeindruckend. Und auch beruhigend!

Mahlzeiten im Lufthansa Trainingscenter Lufthansa Flugsimulatoren

Im Produktcenter wird das Bordpersonal geschult. Dabei geht es z. B. um die Art, wie für die Gerichte in der First Class eindeckt wird, welches Catering auf welcher Strecke in welcher Klasse erfolgt und wie die neuen Sitze der Business Class umgestellt werden.

Ein weiteres Highlight war das Trainingscenter für die Piloten. Erste Station der Besichtigung waren die Flugsimulatoren, von denen die Lufthansa drei Stück á 18 Millionen Euro besitzt. Wenn sie nicht zum Training für die eigenen Piloten oder Pilotenanwärter genutzt werden, werden sie für Schulungen vermietet, sodass sie möglichst 24 Stunden am Tag in Betrieb sind und so sahen wir sie auch „in Aktion“. Die Simulationen sind so gut, dass ein Pilot den Unterschied zwischen dem Simulator und einem echten Flugzeug kaum unterscheiden kann. D.h. im Umkehrschluss, wer den Simulator sicher fliegen kann, kann auch das echte Flugzeug sicher fliegen.

Interessant waren die Informationen, mit denen die Guides uns versorgten: der Staat schreibt für jeden Piloten zweimal pro Jahr einen sog. „Check“ mit Prüfer im Simulator vor und bei der Lufthansa müssen die Piloten zusätzlich zweimal pro Jahr ein Training absolvieren. Fällt ein Pilot einmal durch den Check, dann verliert er sofort Lizenz und darf nicht mehr fliegen.

Sicherheitstraining des Lufthansa Personals

Auf das Sicherheitstraining wird sehr viel Wert gelegt. Die Crew-Mitglieder dürfen maximal einmal durchfallen. Trainiert wird u.a. das Feuer löschen auf diversen Maschinen unter den jeweiligen Gegebenheiten in Originalgröße. Selbst zwei Cockpits gibt es und dort wird trainiert, wie man ggf. einen bewusstlosen Piloten aus dem Sitz und aus dem Cockpit birgt. Außerdem gibt es einen Pool, in dem das Personal trainiert, wie bei einer Wasserlandung mit den schwimmenden Rutschen umzugehen ist und wie Passagieren evakuiert werden.

Wir sind sehr beeindruckt von den vielen Eindrücken und besonders davon, wie viel Zeit und Geld doch kontinuierlich in die Sicherheit des Flugverkehrs investiert wird. Der eine oder die andere aus unserer Gruppe fliegt in Zukunft mit einem noch besseren Gefühl.

3 Gedanken zu “Lufthansa Basis am Frankfurter Flughafen

  1. Erwin Gubler

    …..wow, das sieht sich ja ganz toll und erlebnisreich an!
    Schade, dass ich nicht dabei sein durfte.
    Wir hatten gegen 200 zufriedene und interessierte Besucher bei „Airbus Finkenwerder“ in diesem Jahr.
    Liebe Grüsse; Erwin Gubler

    Antworten
    1. Marei Breuß

      Hallo Frau Häfker,

      vielen Dank für den Hinweis, da ist Etwas durcheinander geraten. Sie haben natürlich recht, der Airbus A380 ist fast 73 m lang. Ich habe den Artikel entsprechend angepasst.

      Freundliche Grüße
      Marei Breuß

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.