Marokko mit dem E-Bike – Tipps zur perfekten Biketour durch den roten Sand

Einmal Marokko aus Sicht einer Radfahrerin erleben – Überhaupt das erste Mal Marokko und zusätzlich das erste Mal auf einem E-Bike, die Tour garantierte eine Prämiere nach der anderen!

Marrakesch – die „Rote Stadt“

Die Reise begann mit der Landung in Marrakesch und schon am ersten Tag konnte ich den Orient sehen, riechen und schmecken! Marrakesch ist eine traumhafte und wuselige Stadt nördlich der Gebirgskette des Hohen Atlas. Unser Stadtführer leitete uns durch die verwinkelten Gassen und Souks der „Roten Stadt“ und zeigte uns sein Marokko. Hier darf natürlich nicht der Besuch der beeindruckenden Koranschule Medersa Ben Youssef fehlen sowie der berühmte Gauklermarkt Djeema al Fnar. Mein Tipp für Euch: genießt am Abend das orientalische Ambiente in der Kosybar und lauscht den Klängen der Gebetsrufe des Muezzins. Sprachlos von dieser wunderschönen Stadt ging es zurück zu unserer Unterkunft, dem landestypischen Riad Bahia Salam inmitten der Medina.Berg in Wüste

Mit dem E-Bike im Hohen Atlas

Am zweiten Tag war es endlich soweit – wir bekamen unser eigenes E-Bike mit dem wir Marokko bzw. den Hohen Atlas auf zwei Rädern erkunden werden. Vorher jedoch fuhren wir mit dem Mini-Bus (jede Belvelo Gruppe umfasst maximal 12 Teilnehmer!) über Serpentinen hoch bis zum Tichka-Pass in 2.260 m Höhe. Dieser Gebirgspass verbindet die einstige Almoraviden Stadt Marrakesch mit der modernen Stadt Ourzazate. Innerhalb weniger Minuten erreichten wir unseren heutigen Startpunkt, an dem wir unser Pedelec inklusive einer kurzen Einweisung erhielten. Nachdem die Sattelhöhe angepasst wurde, probierten wir uns an der Bedienung des Bordcomputers aus und schon nahmen wir die erste Strecke nach Telouet in Angriff. Eine faszinierende und abwechslungsreiche Landschaft begleitete uns auf unserer Fahrt bergauf und bergab. Planmäßig erreichten wir unser erstes Etappenziel und genossen unser fantastisches und landestypisches Mittagessen „Lamm-Tajine“ mit Blick zur eindrucksvollen Kasbah.Marokko mit dem E-BikeAuf der nächsten Teilstrecke von Telouet zu unserer nächsten traumhaften Unterkunft waren wir sehr dankbar für unser E-Bike, mit dem wir durch Zuschaltung der Turbostufe dem Wind und den bergigen Straßen trotzen konnten und so nicht den Spaß am Radfahren verloren. Das ist das großartige am E-Bike: Es gibt unterschiedliche Motorstufen, die man den Umständen entsprechend anpassen kann. Fahrt Ihr lediglich gerade aus, dann belasst es bei der niedrigsten Stufe oder lasst den Motor komplett aus – habt Ihr enormen Gegenwind empfehle ich Euch die höchste Motorunterstützung. Vergesst aber nicht in die Pedale zu treten!Wüste

Unsere Radtour führte uns weiter am Ounila Tal entlang durch kleine Bergdörfer, in denen uns die Kinder zuwinkten und zuriefen. Diese Tagestour zeigte uns zahlreiche Facetten dieser wunderschönen Region und machte Lust auf mehr. Am späten Nachmittag erreichten wir unsere Oase im Atlas-Gebirge: das Riad Ksar Ighnda.

Weltkulturerbe Aid-Ben-Haddou

Nach einem ausgiebigen und vielfältigen Frühstück fuhren wir in unserem Minibus bis nach Aid-Ben-Haddou. Die Kasbah aus Lehm und Stroh, die an eine überwältigende Festung erinnert, zählt seit dem Jahr 1987 zum UNESCO Weltkulturerbe. Über eine Brücke gelangt man hinein und über zahlreiche Treppenstufen, vorbei an Hauseingängen, Tunneln, Gassen, Eseln und Geschäften, erreicht man die Spitze. Von hier aus bietet sich ein grandioser Ausblick hinunter zum Fluss und zum grünen Tal auf der einen Seite und zu den schneebedeckten Berggipfeln auf der anderen Seite. So viele Farben treffen auf nur einem Ort zusammen und erschaffen ein zauberhaftes Bild.Marokko mit dem E-Bike

Nach dem Abstieg hinunter zum Fluss führte unsere Reise weiter Richtung Ourzazate. Hier besichtigten wir die Atlas Film Studios, die in den 80er Jahren eröffnet wurden. Im marokkanischen Hollywood wurden schon zahlreiche Filme gedreht – u.a. Gladiator und Die Päpstin. Nach einer Führung durch die Filmstudios, bei der wir viel Interessantes und Wissenswertes zur marokkanischen Filmarbeit lernten, genossen wir unser köstliches Mittagessen.

Für mich endete die Reise leider schon nach so kurzer Zeit. Ich empfehle Euch die 10-tägige Reise auszuprobieren und verspreche Euch: Ihr werdet begeistert sein!

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Lassen Sie sich von unseren Reiseexperten beraten!

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