Neuigkeiten vom Feldversuch Körperscanner

Wie bereits von uns berichtet (siehe Streitthema Körperscanner) befinden sich zwei Körperscanner am Flughafen Hamburg seit September im sechs monatigen Praxistest. Flugreisende können derzeit noch frei entscheiden, ob Sie an der Erprobung teilnehmen wollen oder sich der normalen Kontrolle mit einem Gang durchs piepende Tor unterziehen. Die Resonanz laut Meldungen des Bundesinnenministeriums sei durchweg positiv, die Passagiere würden die neuen Scanner gut annehmen.

Die Realität des Fledversuchs stellt sich jedoch etwas anders dar. Die Fehlerquote der Geräte erfordert z. T. laut Thomas Michel (Piratenpartei in Hamburg) eine komplette Nachkontrolle, da es einen Softwarefehler zu geben scheint. Das Problem liegt vermutlicherwise darin, dass beim Tragen mehrerer Kleidungsschichten übereinander bzw. wenn die Kleidung Falten wirft das Gerät Schwierigkeiten hat „durch die Kleidung zu gucken“. Resultat sind zahlreiche verdächtige Punkte auf der schemenhaften Abbildung des Passagiers. Eine derartig hohe Fehlerqoute bestätigte jetzt auch das Bundesinnenministerium durch ihren Sprecher Markus Beyer, wonach am Hamburger Airport lange Warteschlangen entstehen. Zu Stoßzeiten behilft sich die Bundespolizei nun wieder den klassischen Torsonden um angemessene Kontrollzeiten zu erreichen.

Abzuwarten bleibt, ob es durch die aus dem Feldversuch gewonnen Erfahrungen möglich ist die Fehler zu minimieren und die Software weiterzuentwickeln. Fest steht auf alle Fälle, dass die genannten Schwierigkeiten die öffentliche Debatte weiter anheizen werden, der Körperscanner bleibt ein Streitthema. Wir werden dieses Thema für Sie im Auge behalten.

Ein Gedanke zu “Neuigkeiten vom Feldversuch Körperscanner

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