Entlang der Donau von Passau nach Linz

Mal wieder eine Inforeise. Aber Radfahren? Entlang der Donau von Passau nach Linz? Als ich die Einladung von Ameropa zu dieser Informationsreise bekam, hatte ich schon spontan Lust zuzusagen. Aber ich hatte auch meine Zweifel:

Bin ich fit genug?

Bei dem Donauradweg handelt es sich allerdings um eine Einsteigertour, d.h. keine besonderen Steigungen, keine (extrem) langen Etappen. Hierfür sollte meine Kondition ausreichen.

Was ist, wenn das Wetter nicht mitspielt?

Keine Ausrede. Gegen schlechtes Wetter gibt es gute Kleidung!

Also los zur Donauschlinge in Schlöden!

Ich meldete mich an. Im Vorwege fragte Ameropa unsere Körpergröße sowie unseren Fahrradwunsch nach. Wir hatten die Wahl zwischen einem Siebengang-Tourenrad mit Rücktrittbremse oder einem 24-Gang-Rad mit Freilauf.

Die von uns gewünschten Fahrräder standen dann in Passau am Bahnhof bereit. Bestens vorbereitet von Ameropas hochprofessionellen Partner Donau-Touristik. Und so ging es direkt nach Ankunft los. Wir waren eine große Gruppe, was auf den ersten Kilometern etwas anstrengend war. Sobald wir die Donau erreicht hatten, war alles sehr gut ausgeschildert. Unsere Gruppe entzerrte sich wieder.

Auf geht's: Die Donauschlinge in Schlögen

Auf geht’s: Die Donauschlinge in Schlögen

Kloster Engelhartszell & die Fahrradfähre!

Da wir erst nachmittags am Bahnhof von Passau ankamen, war unsere erste Etappe nicht so lang, ca. 40 km. Das Ziel hieß Schlögen an der Donauschlinge. Auf dem Weg dorthin machten wir Station an dem Trappistenkloster Engelhartszell, überquerten die Donau an der ersten großen Staustufe und fuhren zum Schluss mit einer kleinen Fahrradfähre hinüber zum Hotel Donauschlinge. Ein schönes, auf Radfahrer eingestelltes,  4-Sterne-Haus mit herrlichem Wellness-Bereich.

Entspannung: Sauna und Radler-Massage

Für diese erste Etappe benötigten wir ca. 3 Stunden. Es ging auf angenehm ebenen Wegen entlang der Donau. Das anfänglich schlechte Wetter besserte sich zum Glück gegen Abend dann auch deutlich. Vor dem Abendessen hatte man noch die Möglichkeit in die Sauna zu gehen oder eine Radler-Massage zu genießen. Diese kostet € 20,00; Vorbestellung ist zu empfehlen.

Auf nach Linz: Im Regencape!

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es am nächsten Morgen gegen 09:00h Richtung Linz weiter. Leider bestätigten sich meine Bedenken Nr. 2. Es regnet ohne Unterlass. Also: Die gute Kleidung – Regencape und Helmschutz – herausgeholt und los ging es.

Es gibt kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung!

Es gibt kein schlechtes Wetter – nur schlechte Kleidung!

Die Etappe hat eine Länge von ca. 65 km, entlang der Donau, durch die Barockstadt Aschach und einem kleinen Abstecher zur Stiftkirche Walhering. Der Weg ist breit und wunderbar ausgebaut. Wir hatten ihn fast für uns allein. Schlechtes Wetter hat auch Vorteile. Doch leider hatten die Biergärten und Heurigenlokale geschlossen. Aber draußen essen wollte eh  keiner von uns.

Die stolze Ankunft in Linz – trotz Schietwedder!

Das letzte Stück kurz vor Linz ist nicht besonders attraktiv. Es geht entlang der Schnellstraße und ist bei schlechtem Wetter besonders unangenehm zu fahren. Umso stolzer war ich, als ich das Ortseingangsschild von Linz passierte. Ich hatte es geschafft, wo ich zu Haus nicht einmal bei leichtem Nieselregen auf das Fahrrad steige.

Donau-Touristik – Räder so weit das Auge reicht

Nach einer kleinen Stadtrundfahrt, schauten wir uns bei DonauTouristik um. So viele Fahrräder! Hier werden auch E-Bikes angeboten. Der Mietpreis für eine 1 Woche  liegt bei 160 € für ein Tourenrad bei 70 €. Da lohnt es sich nicht, sein eigenes Rad mitzunehmen.

Nach einem Stück Linzer Torte, (lecker!) ging es in unser Hotel Courtyard by Marriott, ein gutes Stadthotel, doch etwas außerhalb des Stadtzentrums.

Enns mit dem Ein-Zimmer-Hotel

Am dritten Tag fuhren wir nach Enns, der ältesten Stadt Österreichs. Dies sind ca. 30 km. Nun spielte das Wetter auch mit. Die Landschaft ist hier flach. Erst kurz vor Enns wird es hügeliger. Wir besichtigten den kleinen Stadtkern mit Stadtturm. In diesem Turm befindet sich das kleinste Hotel, das Pixelhotel. Es besteht aus genau einem Zimmer, sehr liebevoll gestaltet und äußerst beliebt bei Hochzeitspaaren.

Auf den Pöstlingberg – Belohnung: Die Aussicht

Wieder zurück in Linz stand noch die Fahrt zum Pöstlingberg mit der steilsten Straßenbahn Europas auf dem Programm. Belohnt wird man mit einer wunderschönen Fernsicht und Kinder können hier das Zwergen-Märchenland erobern.

Fazit: Trotz Regen eine super Tour!

Am nächsten Tag war die Reise leider schon zu Ende. Wir hatten noch ein wenig Zeit uns in Linz umzuschauen und um 14:17h ging der Zug nach Hamburg, direkt und absolut pünktlich. Ich lass mich immer gern überraschen und sei es von der DB.

Die Reise hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich werde den Donauradweg auf jeden Fall noch einmal fahren, dann aber im Sommer und bis Wien! Ganz toll fand ich, dass man immer die Möglichkeit hat, ein kleines Stück mit dem Schiff oder mit der Bahn zu fahren und dass mein Gepäck von Hotel zu Hotel gebracht wird.

Ein Bericht von Christiane Sonnabend aus dem Globetrotter Reisebüro in Halstenbek.

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