Faszination pur: Peru entdecken & erleben

Vom 05. – 11. November 2009 war Nina Holstein mit Diamir Erlebnisreisen in Peru unterwegs.

Tag 1 05.11.2009 Anreise

Abflug ab Frankfurt mit TAM um 20:05 Uhr. Hurra, wir bekommen ein Upgrade in die Business Class! Mit einem Sitzabstand von bis zu 1,60 m und einem Neigungswinkel von 180° lässt es sich sehr angenehm reisen. Unangenehm ist allerdings, dass die Business Class Passagiere zuerst einsteigen und schon aus wunderbaren roten Gläsern Champagner trinken, während die Passagiere der Economy Class das Flugzeug betreten und an der Business Class vorbei laufen müssen. Es gibt hervorragendes Essen, auf geschmackvollem Geschirr serviert. Das Personal ist sehr aufmerksam und liest einem jeden Wunsch von den Lippen ab. TAM – eine sehr empfehlenswerte Fluggesellschaft.

Tag 2 06.11.2009 Lima – Arequipa

Ankunft in Sao Paulo pünktlich in der Früh um 05:25 Uhr. Leider macht die Business Class Lounge erst gegen 06:30 Uhr, dafür ist sie wirklich gut. Es gibt interessante Snacks und Getränke und uns stehen W-LAN und fest installierte PCs zur Verfügung. Um 08:25 Uhr geht es weiter nach Lima. Die Maschine ist voll und auch in der Economy Class durchaus akzeptabel. Nach unserer Landung in Lima haben wir 5,5 Stunden Zeit bis zu unserem Weiterflug. Zunächst treffen wir Marcus Gempp unseren Diamir Erlebnisreisen Guide, der die nächsten Tage in Peru mit uns verbringen wird. Wir essen gemeinsam am Flughafen unser erstes peruanisches Mittagessen und bekommen jede Kleinigkeit erklärt. Wir erfahren was Cebiche ist – Cebiche ist das peruanische Nationalgericht: Fischstücke mariniert in gelbem Chili, Koriander, Ingwer, Knoblauch und frischem Limettensaft. Wir lernen Pollo al mani kennen, ein besonderes Beispiel des arabisch-spanischen Einflusses auf die peruanische Küche: Hähnchenkeulen, zubereitet in einer Sauce aus geriebenen Erdnüssen, Zwiebeln, Knoblauch und typischen peruanischen Gewürzen und Lomito Saltado: Argentinische Rinderfiletstücke geschwenkt mit Zwiebeln, Tomaten, Kartoffeln und Oregano abgerundet mit einer Soja-Sauce.

Um 15.50 Uhr geht es endlich weiter nach Arequipa. Arequipa ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region Arequipa im Süden Perus und stellt das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des südlichen Perus dar. Arequipa liegt auf über 2.300 m Höhe und hat rund 783.000 Einwohner. Beherrscht wird die Stadt durch die Vulkane in der nahen Umgebung, den 5.822 m hohen kegelförmigen Misti, den 6.057 m hohen Chachani und den kleineren und weiter entfernten Pichu Pichu. Die Herkunft des Beinamens „die weiße Stadt“, mit dem sich Arequipa schmückt, bezieht sich wahrscheinlich nicht auf das weiße Sillar-Gestein vulkanischen Ursprungs, mit dem viele der alten historischen Gebäude im Zentrum Arequipas erbaut wurden, sondern eher auf die hellere Hautfarbe der einstmals im Stadtzentrum lebenden, spanisch stämmigen Bewohner, die es den Einheimischen verboten, in der Innenstadt zu leben.

Wir beziehen unsere Zimmer im Hotel Casa de mi Abuela – Haus meiner Großmutter. Ein charmantes, kleines Hotel sechs Blocks vom Plaza de Armas (Waffenplatz, wie die Hauptplätze in den Städten Perus heißen) entfernt. Die Zimmer sind verteilt auf zweigeschossige Gebäude, die in einem liebevoll angelegten Garten verstreut sind.

Nach einem Herzlichen Willkommen und einem Begrüßungsdrink im Hotel erwartet uns Arequipa für einen ersten Spaziergang und unser erstes fantastisches Abendessen in Peru. Die Stadt ist am Abend faszinierend, die Häuser durchweg Altbauten, die zum großen Teil sehr schön beleuchtet sind, wie z.B. die Kathedrale mit deren Bau bereits 1629 begonnen wurde. Ihre endgültige Form erhielt sie aber erst 1844 beim Wiederaufbau nach einem Brand.

Zum Abendessen testen wir eine Auswahl an Piscos als Aperitif und essen Strauß, Alpaka und Lama. Nach dem Abendessen machen wir uns schnell auf den Heimweg, da wir von der fast 30stündigen Anreise alle geschlaucht sind.

Tag 3 07.11.09 Arequipa – Chivay

Nach einem hervorragenden und sehr entspannten Frühstück unter freiem Himmel machen wir einen Spaziergang durch die weiße Stadt. Es gibt viel zu sehen, erneut schauen wir auf dem Plaza de Armas vorbei, besuchen die Kathedrale und einige Kirchen, aber unser Hauptinteresse gilt dem Kloster Santa Catalina. Das Kloster Santa Catalina gilt als eines der wichtigsten religiösen Bauwerke aus der Kolonialzeit. Es liegt nahe dem Stadtzentrum und wurde 1579 auf Beschluss des Rates der Stadt erbaut, da die bereits vorhandenen drei Klöster die Novizinnen nicht aufnehmen konnten. Viele der reichen spanischen Familien gaben ihre zweite Tochter für „Gott und Himmelreich“ ins Kloster. Für das Kloster Santa Catalina ummauerte man kurzerhand einen 20.426 m² großen Teil der Stadt und begründete damit eine autarke Siedlung. Bis zu 150 Nonnen sollen hier zusammen mit ihren Bediensteten in strenger Klausur gelebt haben. Alle vier Jahre wurden fortan acht Novizinnen aufgenommen, die eine Mitgift von mindestens 1.000 Goldpesos zum Unterhalt des Klosters erbringen mussten. Erst nach einer Reform 1871 nahm das Kloster auch Novizinnen ohne Mitgift auf. Trotz dieser ersten Liberalisierung dauerte es bis 1970, bis das Kloster auf Initiative der verbliebenen Nonnen renoviert wurde und seine Geheimnisse der Öffentlichkeit zugänglich machte: Englische Teppiche, spanische Seidenvorhänge, flämische Spitzentücher, gepolsterte Stühle, Damast, feines Porzellan und Silber gehörten zur „Ausstattung“. Man fand eine autarke Stadt inmitten Arequipas vor, in der die Zeit 1579 stehen geblieben zu sein schien, sieht man einmal von den Zerstörungen durch die Erdbeben ab.Für uns ist das Kloster eine Oase der Ruhe in einer quirligen Stadt in sengender Sonne, reich an sakraler Kunst, wunderschönen Blumen und gut erhaltenen Räumen und Werkstätten.

Nach unserem Stadtrundgang fahren wir los in Richtung Altiplano. In Serpentinen geht es gleich außerhalb der Stadt bereits ein wenig höher. In der Hochebene wächst kaum noch etwas und so sind Herden von Alpakas, Lamas und Vicunas schnell erspäht. Außerdem sehen wir eine Vielzahl der hier ansässigen Vögel. Die beeindruckendsten sind wohl die Flamingos und die Falken.Mit 4912 m ist der Aussichtspunkt Mirador de los Andes der höchste Punkt unserer Reise und das ist ganz klar zu merken. Während mir nur das Laufen und Atmen schwerer fällt, geht es einigen Reiseteilnehmern gar nicht gut. Zum Glück haben wir eine Sauerstoffflasche dabei, die schnell Abhilfe schafft. Am späten Nachmittag kommen wir in Chivay (3650m) an, die Hauptstadt des Colca Tals. Einst ein sehr typisches Dorf, findet man hier heute viele Touristen, die einen Zwischenstopp auf dem Weg ins Colca Tal einlegen. Bevor wir allerdings ins Hotel fahren, nehmen wir noch ein Bad in den nahe gelegenen Thermalbädern La Calera. Hier kann man super entspannen. Es sind die bisher modernsten Bäder in ganz Peru.

Übernachtung im La Casa de Mama Yacchi in Coporaque ein paar Kilometer hinter Chivay. Wieder ein sehr schönes Hotel mit sternförmig angeordneten Zimmern.

Tag 4 08.11.09 Canyon de Colca – Cuzco

Bereits morgens um 06:00 Uhr brechen wir auf in Richtung Colca Canyon. Unser Ziel ist das Cruz del Condor, wo sich bei guter Thermik dutzende von Kondoren erheben. Diese Thermik gibt es nur am frühen Vormittag, sodass wir um 09:00 Uhr dort sein müssen. Tausende von Menschen versammeln sich Tag für Tag an diesem Ort um die majestätischen Vögel schweben zu sehen. Mit einer Spannweite von bis zu 3,20 m besitzt der König der Anden die größte Spannweite im Reich der Vögel. Wir haben Glück und können das Schauspiel in vollem Ausmaß genießen.

Die Fahrt zum Cruz del Condor durch das Colca Tal ist eine Sackgasse, sodass wir nach Ende der „Vorstellung“ durch das Tal wieder zurück fahren. In Chivay kaufen wir noch das Ein oder Andere zu essen und ein paar Getränke, denn vor uns liegt eine 8stündige Busfahrt durch das Altiplano in Richtung Cuzco. Erneut fahren wir über den Pass in Richtung Arequipa, biegen aber vorher in Richtung Juliaca ab. Das Altiplano ist beeindruckend. Auf einer Höhe von 4000 m finden sich Seen, die rosa von Flamingos leuchten. An der Straße mitten im Nichts stehen zwei Peruanerinnen, die Decken und Pullis verkaufen. Die Frage ist nur: wie kommen die hierher? Die Antwort ist leicht. Alles wird in eine Plane geschnürt, geschultert und los geht es – Zu Fuß durch das Altiplano. Nur sie wissen, wie lange sie heute noch laufen müssen.

Auf der Karte hätte es einen direkteren Weg nach Cuzco gegeben, aber die Straße ist zu schlecht. Die Straße in Richtung Juliaca hingegen ist neu und in hervorragendem Zustand. Gegen 20:00 Uhr sind wir in Juliaca und ahnen schon, dass es spät wird. Weitere 5 Stunden später kommen wir dann endlich in einer der schönsten Städte Perus an – Cuzco. Dem Individualreisenden sei an dieser Stelle gesagt, dass die Strecke für einen Tag viel zu lang ist. Zwischen dem Colca Tal und Cuzco sollte man in jedem Fall Puno und den Titicacasee einplanen.Übernachtung im Tika Wasi Hostal. Klein und nett gebaut. Schlechtes Frühstück und keine besonders sauberen Zimmer, aber den sensationellsten Blick auf das nächtliche Cuzco.

Tag 5 09.11.09 Cuzco – Ollantaytambo

Bei einem Stadtrundgang lernen wir Cuzco näher kennen. Eine total beeindruckende Stadt. Reich an Bauwerken aus der Inkazeit und kolonialen Gebäuden. Von unserem Reiseleiter Marcus hören wir viel über die Inka und die Spanier. In Cuzco gibt es viele kleine, bezaubernde Innenhöfe und es würde sich durchaus lohnen hier einmal einige Tage zu verbringen. Bevor wir am frühen Nachmittag in Richtung Ollanta aufbrechen gehen wir noch typisch peruanisch essen. Selbstverständlich darf auch hier ein Pisco Sour nicht fehlen. Das Restaurant Papillon liegt an einer wundervollen Stelle oberhalb des Plaza de Armas mitten in der Stadt und der Blick vom Balkon ist fantastisch.

Nach dem Essen und einer kurzen Shopping Einlage müssen wir schon wieder Abschied nehmen von Cuzco. Auf dem Weg zum Valle Sagrado Ollanta besuchen wir die stadtnahen Ruinen Sacsayhuamán und Tambo Machay.

Die Ruine der Inkafestung Sacsayhuamán (Saksaywaman) ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten aus der Inkazeit und liegt in unmittelbarer Umgebung der peruanischen Stadt Cuzco, etwa 3 km oberhalb des Stadtzentrums. Wahrscheinlich sollte diese Anlage den am meisten gefährdeten Zugang zur Stadt schützen. Tatsächlich verschanzten sich während der spanischen Eroberung Hunderte von Kriegern hinter ihren Mauern. Die Anlage wurde dabei teilweise zerstört, später auch noch von Erdbeben heimgesucht, so dass heute nur noch etwa ein Drittel von ihr erhalten ist. Sacsayhuamán sollte aber auch repräsentativen Zwecken dienen und die Macht und Leistungsfähigkeit der Inka demonstrieren. Gegen eine Deutung als Verteidigungsanlage sprechen indessen Bauformen, die am ehesten auf Heiligtümer hinweisen, wie Nischenplätze, kreisförmige Arenen von etwa 100 m Durchmesser und ausgebaute Treppen in einzelnstehenden Felsblöcken.

Der Name Sacsayhuamán stammt aus dem Quechua und ist im Laufe der Zeit verschiedentlich gedeutet worden, etwa als „zufriedener Falke“, wohl weil man von hier aus die ganze Stadt überblicken kann; oder auch als „gesprenkelter Kopf“, da diese Stätte, aus der Luft gesehen, die Form eines Pumakopfes hat, wobei die Straßenzüge des alten Cusco dessen Körper bilden.

Tambo Machay (Bad der Inka) ist ein Wasserheiligtum in Cuzco aus der Inka-Zeit. Dort ergießt sich das Wasser in Kanälen über vier terrassenförmige Ebenen. Dafür wurde der natürliche Felsen behauen und künstliches Mauerwerk eingearbeitet. Mehrere Nischen im Fels führen das Wasser zu den Wasserspielen. Eine Quechua Legende besagt über die Wirkung der drei kleinen Wasserläufe: Trinkt man von dem Wasserlauf rechts unten, so soll man davon jünger werden, trinkt man vom Wasserlauf links unten, so wird man Zwillinge bekommen, und der obere Wasserlauf soll eine segnende Wirkung haben. Diese künstliche Anlage zeigt den Respekt, den die Inka vor der Natur hatten, aber auch die Herrschaft über sie. Übernachtung im Hotel Tika Wasi Valle in Ollantaytambo. Der Abend klingt bei einem tollen mexikanischen Essen in Ollantaytambo aus.

Tag 6 10.11.09 Ollantaytambo – Machu Picchu – Cuzco

Wir stehen sehr früh auf und gehen zum Bahnhof, da für uns glücklicherweise der erste Zug des Tages reserviert wurde. Pünktlich trudelt der Zug ein und wir werden sorgfältig kontrolliert – Pässe, Fahrkarten etc. In ca. 1,5 Stunden zuckeln wir nach Aguas Calientes. Der Zug hält einmal an um bei Kilometer 82 die Inka-Trailer rauszulassen, die in den nächsten vier Tagen zu Fuß nach Machu Picchu gehen. Aguas Calientes ist ein kleiner Ort, der nur vom Machu Picchu Tourismus lebt. Von dort kann man durch den Wald zu Fuß hoch laufen (ca. 2 Stunden) oder man nimmt wie wir den Bus, der ca. 20 Minuten bis zum Eingang von Machu Picchu und der Sanctuary Lodge unterwegs ist.

Nach dem Eingang biegen wir um die Ecke und haben den ersten Blick auf die Ruinen von Machu Picchu. Machu Picchu ist übrigens mal wieder Quechua und bedeutet „alter Gipfel“. Entgegen vieler Annahmen ist Machu Picchu gar nicht so hoch gelegen. Mit 2360 m liegt es fast 1000 Meter unterhalb von Cuzco und fast 2500 m unter dem höchsten Punkt unserer Reise. Es ist ein sehr beeindruckender Ort. Da wir schon um 07:30 Uhr oben sind, ist es noch recht leer.
Wir treffen einen örtlichen Guide, da Marcus uns hier nichts erklären darf. Da er aber viel weiß und wir seine Art des Erzählens mögen redet er doch die meiste Zeit. Es wird immer wärmer und immer voller. Mittags beschließt der größte Teil der Gruppe auf den Wayna Picchu zu klettern. Ich aber weiß, dass meine Schwindelunfreiheit das nicht zulässt und so mache ich mich mit Elke aus Nürnberg auf den Weg zum Sonnentor. Der Weg führt den alten Inkapfad hinauf. Über das Sonnentor kommen auch am frühen Morgen diejenigen, die den Inka Trail gegangen sind. Es dürfen maximal 500 Personen am Tag auf den Inkatrail, eine Vorausbuchung ist unbedingt ratsam, wenn man nicht sowieso einige Tage in Cuzco verbringt. Vom Sonnentor aus den Inka Trail zurück zu laufen ist nicht erlaubt.

Gegen 16:00 Uhr nehmen wir den Zug zurück in Richtung Cuzco, natürlich nicht ohne vorher noch einmal ausgiebig über den Crafts Market gelaufen zu sein. Hier gibt es alles und die Händler sind sehr freundlich. Das Einkaufen macht wirklich Spaß. Leider haben wir ein bisschen zu wenig Zeit.

Es ist bereits dunkel, als wir in Cuzco ankommen. Der Zug darf nicht bis in die Stadt fahren, weil sich die Cuczenos über das Pfeifen des Zuges beschwert haben und so erreichten, dass die Zugfahrt schon einige Kilometer vor Cuzco endet. Wir steigen um in Taxen, die uns direkt zum Restaurant bringen.Ein letztes Abschiedsessen in Cuzco und morgen früh müssen wir diese wunderschöne Stadt schon wieder verlassen.

Tag 7 11.11.09 Cuzco – Lima

Heute fliegen wir nach Lima. Lima ist die Hauptstadt Perus und die mit Abstand größte Stadt des Landes. In der Kernstadt leben 6.445.974 Menschen. Das gesamte Verwaltungsgebiet der Stadt bildet die Provinz Lima (auch Region Lima Metropolitana) mit 6.954.583 Einwohner (2005).

Lima ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt sowie das bedeutendste Wirtschafts- und Kulturzentrum Perus mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Museen und Baudenkmälern. Die Altstadt von Lima wurde 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Es gibt tatsächlich eine Reihe sehr schöner alter Gebäude, die aber zum großen Teil nicht in einem besonders guten Zustand sind. Lediglich an einigen Plätzen ist die Stadt herausgeputzt, ansonsten beherrscht Grau das Stadtbild.Nach einem Stadtrundgang und einem sehr typisch peruanischen Mittagessen haben wir den Nachmittag zur freien Verfügung. Es gibt einiges zu sehen wie z.B. das Museo Oro del Peru. Neben dem Goldmuseum von Bogotá ist das von Lima das reichste ganz Südamerikas. Hier werden Goldschätze der Chimu- und der Inka-Kultur, Edelsteine, Haarnadeln, Ketten, Trinkgefäße, aber auch zeremonielle Gegenstände und Kultgegenstände ausgestellt. Ein wenig mag man die didaktische Aufbereitung und Ordnung der unglaublichen Schätze, die sich hier häufen, vermissen, aber sicherlich bietet das Museo de Oro eine gute Vorstellung vom einstigen Reichtum der in Peru beheimateten Kulturen. Im Obergeschoß desselben Gebäudes lassen sich dafür die umso besser sortierte Kleidung und Waffenvielfalt bestaunen.

Einige Kollegen nehmen ein Taxi und fahren nach Miraflores. Miraflores ist einer der 43 Stadtbezirke von Lima in Peru. Auf seinen 9,62 km² Fläche leben rund 93.000 Einwohner. Miraflores gilt zusammen mit San Isidro als einer der reichsten Stadtteile Limas. Miraflores steht für tolle Hotels, schöne Einkaufszentren und das Meer. Wer über Lima fliegen muss und kein Interesse an einer grauen Großstadt hat, sollte in Miraflores übernachten. Von den Klippen hat man einen imposanten Blick über den Pazifik. Auf dem Rückweg in die Stadt lohnt ein Besuch des Wasserparks „Circuito Mágico del Agua“. Gegen 18:30 Uhr werden die Springbrunnen beleuchtet und den Besucher erwartet ein fantastisches Spektakel mit Musik – unbedingt sehenswert.

Mit einem Abendessen endet unser kurzer Aufenthalt in Lima schon wieder. Eine Stadt, die mir nicht besonders gefallen hat. Nach allgemeiner Meinung sollte man sich jedoch sich 2-3 Tage Zeit nehmen, um die Stadt in Ruhe kennen zu lernen.

Tag 8 12.11.09 Lima – Manaus

Nach dem Frühstück fahren wir zum Flughafen um über Sao Paulo nach Manaus/Brasilien zu fliegen. Erst um 01:30 Uhr Nachts erreichen wir unsere Unterkunft das Tiwa Amazonas Eco Resort. Per Boot muss man von Manaus übersetzen – Fahrtzeit ca. 30min.

Das Tiwa Amazonas Eco Resort besteht aus einem zentralen Gebäude, in dem Restaurant und Rezeption untergebracht sind (eigentlich ist es nur ein riesiges Dach). Hier wird morgens ein wirklich gutes Frühstück serviert. Die Zimmer befinden sich in Stelzenhäusern auf einem kleinen See. Wunderschön anzusehen und auch wirklich sehr nett. Alles aus Holz, was eine angenehme Atmosphäre versprüht. Heute wollen wir aber nur noch schlafen.

Tag 9 13.11.09 Manaus

Nach einem guten Schlaf und einem tollen Frühstück im Hotel unternehmen wir einen Ausflug auf dem Fluss. Wir lernen viel über Pegelstände, schauen uns Manaus, seinen Hafen und das faszinierende neue Brückenbauwerk vom Wasser aus an und fahren zu „The Meeting of the Waters“. Encontro das Águas – Meeting of the Waters – Wassertreffen: Ein einzigartiges Naturschauspiel, das unzählige Touristen in seinen Bann schlägt. Bedingt durch die unterschiedliche Beschaffenheit der beiden verschiedenen Flüsse – Wassertemperatur, Wasserdichte und -Geschwindigkeit – fließen die beiden Ströme – der Rio Negro und der Rio Solimões – über etwa 30 km buchstäblich „nebeneinander her“, ohne sich zu mischen. Der Rio Negro hat eine Geschwindigkeit von 2 km/h und die Temperatur des Wassers beträgt 22° C, während der Rio Solimões 6 km/h zurücklegt und sein Gewässer eine Temperatur von 28° C aufweist. Ab ihrer Einmündung laufen sie dann unter dem inzwischen weltbekannten Namen „Amazonas“.

Außerdem besuchen wir ein Dorf im Dschungel und erfahren etwas über die Flora und Fauna des Gebietes, gewinnen Kautschuk aus Baumrinde und sagen den Faultieren „Guten Tag.“ Ein kleiner Spaziergang bringt uns tiefer in den Dschungel hinein, aber es bleibt eine kleine Stippvisite.

Nach einem entspannten Nachmittag geht es abends noch einmal aufs Boot, um in der Dämmerung Piranhas zu fischen. Das klappt ausgesprochen gut. Sie sind etwa 15 cm groß und unser Guide erzählt uns ganz nebenbei einiges über diese kleinen Teufel. Im Dunkeln kann man dann im Schein einer sehr starken Lampe am Flussufer die Augen der Kaimane sehen. Wir sind hier draußen ganz und gar nicht allein, wie wir schnell feststellen. Der Dschungel bildet einen tollen Kontrast zu dem peruanischen Hochland und so sehen wir auf dieser Reise viele Facetten Südamerikas. Ein Kontinent mit beeindruckender Natur und reichen Kulturschätzen.

Tag 10 14.11.09 Manaus – Sao Paulo – Frankfurt

Am Vormittag unternehmen wir von der Lodge aus noch einmal einen Spaziergang in den Dschungel. Der Guide zeigt uns Tiere, die wir allein nicht gesehen hätten. Häufig sehr klein aber dafür sehr gefährlich. Ein toller Abschluss unseres Abstechers nach Brasilien.

Gegen Mittag fahren wir zum Flughafen um über Sao Paulo nach Frankfurt zu fliegen. Diesmal leider in Economy, aber der Flug mit TAM ist trotzdem ein Erlebnis. Eine Airline, die ich ganz bestimmt jedem empfehlen werde, wenn das Ziel mit TAM gut erreichbar ist.

Tag 11 15.11.09 Ankunft in Deutschland

Pünktlich gegen 14.30 Uhr kommen wir in Frankfurt an. Alle sind müde und kaputt, aber voll von neuen Eindrücken und zumindest ich bin dankbar für eine schöne Reise.

Ein Bericht von Nina Holstein aus dem Globetrotter Reisebüro in Barmbek.

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