Ronjas & Felix Eindrücke vom Wipptal

Wir, Ronja und Felix, sind mit unserer Familie auf eine einwöchige Reise zum Skifahren ins österreichische Wipptal gefahren. Hier erzählen wir euch nun, was wir erlebt haben!

Es geht los! Tag 1: Mit dem CityNightLine ins Wipptal

Natürlich waren wir etwas aufgeregt als wir heute  um ca. 18.00 Uhr in Rendsburg mit dem Zug Richtung Hamburg Dammtor gefahren sind. Dort haben wir dann am Dammtorbahnhof, der nur zwei Ferngleise besitzt, noch etwas gegessen und sind dann in den CityNightLine nach München gestiegen. Der Zug hat neben Schlaf- und Sitzwagen auch Liegewagen. Wir hatten ein Liegewagenabteil mit 2 x 3 Liegen für uns alleine und es war mit dem Gepäck dann schon etwas eng. Mitten in der Nacht wurde der Zug in Frankfurt geteilt, der eine Teil fuhr Richtung Zürich und unser Teil nach München.

Mein erstes mal Kaiserschmarn gleich am 2. Tag

Morgens um 7 Uhr waren wir dann endlich in München. Dort mussten wir 2 Stunden auf den Zug nach Innsbruck warten und hatten somit ausreichend Zeit für ein Frühstück im Münchener Hauptbahnhof. Auf der Fahrt von München nach Innsbruck haben wir über die bergige Landschaft gestaunt.

Um 11:30 waren wir dann in Innsbruck und sind von dort mit der S-Bahn-Linie 4 nach Steinach in Tirol gefahren.  Unser Hotel, das JUFA Wipptal, liegt  rund 700 m vom Bahnhof entfernt am Ortsrand. Man kann aber den Skibus nutzen, da direkt am Hotel die Talstation des Skigebiets Bergeralm liegt. Wir waren zum Mittag in einem Restaurant und ich habe  mir meinen ersten Kaiserschmarren bestellt. Er schmeckte gut! Gegen Nachmittag haben wir dann unsere Skier und Stiefel ausgeliehen, denn der Skiverleih und die Skischule von Georg Messner liegen auch neben der Talstation in unmittelbarer Nähe des Hotels.

Das Wetter war nicht so schön, aber es ging. Gegen Abend haben wir dann zwei Runden Air-Hockey gespielt. Es ging beide Male mit Gleichstand aus. Im Hotel haben wir noch einen Billardtisch, Kicker, ’ne Tischtennisplatte, ein Spielzimmer und andere Dinge gefunden.

Tag 3: Endlich auf die Piste!

Heute waren wir in dem Skigebiet. Wir hatten einen privaten Skilehrer für uns. Das war der Sepp und wie wir später gehört haben ein Verwandter von Manni Pranger. Dem Slalom-Weltmeister von 2009, Manfred Pranger, haben die Betreiber des Skigebiets Bergeralm die „Manni Pranger“-Weltmeisterpiste gewidmet. Sie hat es in sich, denn mit ihrem Gefälle von bis zu 46 Grad ist sie sogar steiler als das Hafelekar an der Innsbrucker Nordkette oder die Harakiri im Zillertal. Auch eine Gondel ist nach Ihm benannt.image018

Amelie hatte einen Kinder-Skikurs in der gleichen Skischule. Mit unserem Skilehrer haben wir dann ein paar Übungen gemacht. Die Aussicht wurde immer besser und wir haben ganz viele schöne Berge gesehen. Am Nachmittag sind wir dann eine etwas steile, aber ansonsten schöne blaue Piste gefahren. Um 15.00 Uhr sind wir mit der Gondel ins Hotel. Wir waren ziemlich erschöpft. Danach sind wir in die Sauna gegangen. Wir hatten eine finnische Sauna und noch eine andere Sauna zur Auswahl. Am Abend haben wir noch Fußball auf dem extra dafür gemachten Funcourt gespielt. Der Platz beim Hotel hat auch zwei Basketballkörbe und daneben einige Spielgeräte.image020

Ostereier am 4. Tag im Hotel suchen

Am Morgen haben wir Ostereier in unserem Zimmer gesucht. Wir waren schnell durch, da die beiden Zimmer mit Verbindungstür nicht viele Verstecke boten.  Das JUFA Hotel hatte an dem Wochenende eine große Jugend-Chor Gruppe, die in der Turnhalle vom Hotel geprobt haben. Man kann in vielen Zimmern ein Sofa zum 3. Bett umbauen und darüber noch ein Etagenbett ausklappen. Dadurch war es für uns als Familie mit einem Zimmer mit Verbindungstür super. Es ist aber auch für Schulklassen oder Jugend- und Studentengruppen klasse.

Dann sind wir auf die Piste gegangen. Wir sind mit dem Sessellift hochgefahren und dann erst mal die blaue Piste runter gefahren. Am Nachmittag sind wir dann eine rote Piste runtergefahren. Ich war ziemlich K.O. und habe mich auf einen Liegestuhl in die Sonne gelegt. Abends bin ich dann müde ins Bett gegangen.

Piste frei an Tag 5: wenn Norddeutsche Ski fahren

Heute hat die letzte Saisonwoche gestartet (Hauptsaison: 20. Dezember bis 9. Januar und 31. Januar bis 6 März; Nebensaison: vom Saisonstart bis zum 19. Dezember und vom 10. Januar bis zum 30. Januar vom 7. März bis zum 3. April). Die Bergeralm verfügt über viele Schneekanonen und ist eines der größten Nachtskigebiete. Im März bietet man ein Early Morning Skiing an, welches die Einheimischen gern nutzen.

Dadurch dass die Pisten nicht weit von Insbruck entfernt liegen und man mit der Brenner-Bahnlinie und der Brennerautobahn den Ort sehr gut erreicht, hat es eine super Anbindung. Für uns als Familie waren die Pisten völlig ausreichend. Gerade für uns Norddeutsche, die noch nicht so oft Ski gefahren sind, waren die teilweise sehr breiten und nicht überfüllten Pisten ideal. Durch den Reisezeitraum am Ende der Saison hatten wir auch keine Wartezeiten an Liften und Gondeln oder im Restaurant. Das Skigebiet bietet auch Fahrten mit der Pistenraupe an und die Möglichkeit einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, um zu erfahren, wie man Schnee macht und vieles mehr. Wir waren nie in der kostenlose Konderbetreuung im Restaurant an der Mittelstation. Aber für Familien ist es eigentlich ein sehr gutes Angebot.

Weiße Pisten warten an Tag 6

Heute hatten wir wieder einen vollen Skitag und tolles Wetter. Somit kamen wir nicht dazu z.B. mit der S-Bahn nach Innsbruck zu fahren. Dort hätten wir dann die vielen Sehenswürdigkeiten, wie auch das Goldene Dachl, besucht und  uns hätten neben der Besichtigung der Glockengießereri natürlich auch die Shoppingmöglichkeiten und die Swarovski Kristallwelten interessiert.  Felix wäre gern nach Wörgl gefahren, wo es ein Schwimmbad mit Looping Rutsche gibt.

Erkundungstour an Tag 7: Wo gibt’s die höchsten Alpen, das edelste Essen, das beste Shopping?

Heute sind wir nachmittags mit dem Zug nach Brenner/Brennero gefahren. Das ist an der österreichisch-italienischen Grenze. Von dort aus sind wir dann weiter nach Sterzing /Vipiteno gefahren. Das ist in Südtirol ABER IN Italien.image040 Auf der Fahrt hatten wir das Gefühl das die italienischen Alpen viel höher als die anderen sind!

Die Stadt war schön. Sie sah ein bisschen wie die süddeutschen Städte aus, aber es gab viele schöne Geschäfte und eine lange Einkaufsstraße in der Altstadt. Gegessen haben wir in einem leckeren edlen Restaurant, der Lilie. Die Kuchen waren sehr lecker und das Haus hat eine sehr lange Tradition.

Auf dem Rückweg wollten wir eigentlich ins Outlet Center Brenner. Das ging aber nicht, weil es mir nicht gut ging. Das Outlet Center hätten wir bequem am Umstieg auf dem Brennerpass besuchen können. Es bietet, wie das Designer Outlet Center bei uns zuhause in Neumünster, natürlich zahlreiche Markenshops und große Rabatte an.

Tunnelsprengungen und Erschütterungsmessungen an Tag 8

Heute waren wir nur bis mittags Ski fahren, da wir dann die Möglichkeit hatten die neuen BBT Tunnelwelten vor der offiziellen Eröffnung anzusehen. Das Infocenter, das die Nürnberger Firma Hüttinger im Auftrag der Brenner Basis Tunnelgesellschaft BBT gestaltet hat, brachte uns sehr viel Spaß. Es gibt für Erwachsene viele Informationen und gute Darstellungen zur Geologie und zum Bau des größten Eisenbahntunnels Europas.

Wir konnten an Stationen Lasermessungen und Erschütterungen austesten sowie etwas über Druck und Gesteinsverläufe lernen. Es gab auch eine Fotostation und unter anderem eine originale Sprengzündungsmaschine. Übrigens gibt es auch im Untergeschoss einiges zur Geschichte des Brennerpasses und einen Schautunnel in dem man eine Sprengung hören kann. Das Infocenter ist direkt ins JUFA Hotel eingepasst und ist absolut Empfehlenswert. Felix wollte gar nicht mehr raus.

Gegen Abend waren wir noch mal in der Kletter- und Boulderhalle des Hotels, die direkt neben der Sporthalle liegt.

Vor der Heimreise nochmal auf die Piste

Da der Zug nach Innsbruck erst am Abend gefahren ist hatten wir noch total viel Zeit auf der Piste. Wir sind ganz viel die roten Pisten gefahren, die relativ leicht sind. Die blauen sind wir nicht so viel gefahren, aber sie gingen auch. Das Wetter war toll.  Amelie war am Ende traurig, weil Sie die schöne Landschaft nicht mitnehmen konnte. Nachmittags haben wir bei Georg dann noch unsere Skiausrüstung abgegeben. Wir haben dort noch mal die guten Skilehrer gelobt. Amelie wollte aus der Skischule mit Claudia gar nicht wieder weg. Gegen Abend sind wir dann mit der S-Bahn nach Innsbruck gefahren. Von dort sind wir dann mit dem Zug nach München. Da es schon spät war haben wir noch etwas gegessen und sind dann wieder in den Liegewagen nach Hamburg gestiegen. Am nächsten Morgen sind wir gegen halb 9 in Hamburg angekommen. Wir hatten alle gut geschlafen. Wir haben in Hamburg dann noch etwas zum Frühstück gegessen, bevor wir die letzte Etappe nach Rendsburg gefahren sind. Ein toller Ski-Urlaub ging zu Ende!

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