Tokyo – akkurat, aufregend, außergewöhnlich

Tokyo Sky TreeEnde Juni 2012 bin ich für einen Kurzbesuch in Tokyo (oder auch Tokio) gewesen. Die sog. Produkterfahrungsreise wurde veranstaltet von Lufthansa, den Hyatt Hotels, JF Tours und der Stadt Tokyo. Ich bedanke mich an dieser Stelle für die beeindruckende Reise nach Japan.

Von Frankfurt ging es mit dem Lufthansa Airbus A380 in elf Stunden nach Tokyo Narita. Der Flughafen liegt ca. 60 km nordöstlich von Tokyo, die Fahrt zum Hotel dauert in etwa eine Stunde, je nach Verkehr. Unsere fünfzehnköpfige Gruppe wurde mit dem Bus abgeholt, vom Flughafen gibt es mit dem Narita Express auch eine Bahnverbindung in die Innenstadt.

Traumhaft übernachten in Tokyo

Die ersten zwei Nächte verbrachten wir im eindrucksvollen Park Hyatt Hotel im Stadtteil Shinjuku. Im kleinsten der drei nebeneinander liegenden Türme liegt im obersten Stockwerk, der 41. Etage, die Lobby des Hotels. Durch riesige Glasfenster und ein Glasdach liegt den Gästen die Stadt zu Füßen. Ein toller Empfang!
Unsere Zimmer lagen im zweiten, etwas höheren Turm. Mein Zimmer der Kategorie Park Deluxe King lag im 45. Stock mit einem ebenfalls einmaligen Ausblick. Die Einrichtung ist sehr schlicht gehalten und es gibt wenig, aber wohlplatzierte Dekoration. Beeindruckt hat mich das große Bad mit Badewanne, separater Dusche und separatem WC. Achtung: japanische Toiletten sind meist beheizt und bieten viele verschiedene Funktionen wie z. B. Spülung und Musik. Schauen Sie sich vor Nutzung an, mit welchem Knopf oder Hebel gespült wird.
Auf Einladung des Hotels haben wir an einem Abend ein fantastisches Essen im New York Grill erlebt. Das Restaurant im 52. Stock bietet u.a. das berühmte Kobe-Rind an. Nach dem Essen mit Blick über das beleuchtete Tokyo bei Nacht haben wir uns in die angrenzende Bar begeben und bei Jazz Klängen eines Live Ensembles die Atmosphäre genossen.

Park Deluxe King Zimmer im Park Hyatt Tokyo Bad im Park Deluxe King Zimmer im Park Hyatt Tokyo Zimmer im Grand Hyatt Hotel Tokyo Bad im Grand Hyatt Hotel Tokyo

Zwei weitere Nächte verbrachten wir im Grand Hyatt Hotel im Stadtteil Roppongi, ein Geschäfts- und Einkaufsviertel, in dem auch abends noch sehr viel los ist. Die Zimmer sind kleiner als im Park Hyatt, die Ausstattung ist ebenfalls sehr luxuriös.
Während unseres Aufenthaltes konnten wir den Grand Club nutzen. Neben dem Frühstück stehen den ganzen Tag Getränke zur Verfügung und abends werden zur Cocktailstunde diverse Getränke und kleine Snacks angeboten. Besonders gut können Sie die Annehmlichkeiten des Clubs auf der großen Dachterrasse mit japanischem Garten genießen.
Zum Abschiedsdinner wurden wir in den China Room eingeladen, eins von sieben Restaurants des Hotels. Ein chinesisches 8-Gänge Menü mit vielen exotischen Speisen wurde uns serviert. Qualle mit Sesam, Seeigel Innereien, aber auch Peking Ente und zartes Steak standen auf der Speisekarte, jeder Gang kunstvoll angerichtet und serviert, begleitet von Champagner und verschiedenen Weinen.

Tokyos Sehenswürdigkeiten

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten ist der Meiji Schrein, ein Shinto-Schrein, der den Seelen des Kaisers Meiji und seiner Frau gewidmet ist. Der Schrein wird von vielen Touristen und Einheimischen besucht, meist in größeren Gruppen mit Reiseleitung. Planen Sie Ihren Besuch nach Möglichkeit am Morgen ein, dann ist es noch nicht so überlaufen und Sie können die Atmosphäre genießen, die traditionell gekleideten Priester beobachten und die hoffnungsvollen Wunschtafeln studieren.

Meiji Schrein Tempelanlage Asakusa

Das Kontrastprogramm zum Shinto Schrein bietet der Kannon Tempel in Asakusa. Viel Farbe, viel Dekoration, viel Gold erwartet die Besucher mitten in der Stadt. In den Straßen um die Anlage finden Besucher eine kleine Ladenstraße mit Souvenirs und jede Menge Plastikkitsch. Ein Blick in die umliegenden Gassen lohnt sich, hier finden Sie authentische Geschäfte wie z.B. einen Laden, der ausschließlich Fächer verkauft in den unterschiedlichsten Farben, Mustern und Qualitäten.

Hoch hinaus geht es auf dem Sky Tree, Tokyos neuestes Wahrzeichen und höchster Fernsehturm der Welt. Der 634 m hohe Turm bietet seinen Besuchern im 350. Stock einen 360 Grad Blick über die Millionenstadt. Noch gibt es seit der Eröffnung im Mai 2012 lange Wartezeiten für Tickets, der Besuch lohnt sich in jedem Fall.

MeeresfrüchteEin für mich ganz besonderes Erlebnis war der Besuch des Fischmarkt Bezirks. Der eigentliche Markt kann nicht besucht werden, dafür aber die Straßen und Gassen in der Umgebung. Kleine Marktstände bieten alle erdenklichen Meeresfrüchte und getrocknete Fische an, dazu gibt es Händler, die die original japanischen Messer verkaufen, Gemischtwarenläden und vieles mehr. Zum Mittagessen sind wir dort in ein Sushi Restaurant gegangen. Auf den gemischten Nigiri Platten gab es verschiedene Sorten Thunfisch, Jakobsmuschel, Oktopus, Tintenfisch, Seeigelinnereien und Lachsrogen.

Japans kleine Besonderheiten

Im Stadtgebiet können Sie sich gut mit den verschiedenen Bahnen fortbewegen. Die Bahnstationen werden angesagt und auch in „normalen“ Buchstaben angezeigt. Vor der Fahrt ist zu entscheiden, wann man aussteigen möchte. Der Preis des Tickets richtet sich nach der Anzahl der gefahrenen Stationen.

Imbissbuden und kleine Restaurants finden Sie an fast jeder Ecke, auch internationale Ketten wie Starbucks gibt es häufig. Besuchen Sie auf jeden Fall auch ein typisch japanisches Restaurant. Beim Eintreten werden Sie lautstark begrüßt und an einen Platz geführt. Es ist vielfach üblich, dass Sie eine Auswahl an Speisen bestellen, die Teller werden in die Mitte des Tisches gestellt und jeder nimmt sich, was er mag. Die Rechnung wird von einer Person übernommen, eine Servicegebühr ist bereits in den Endpreis eingerechnet, Trinkgeld ist in Restaurants nicht üblich, es gilt sogar als Beleidigung.

Die Japaner sind sehr genau und akkurat. Die Straßen sind sauber, es gibt nur sehr selten Graffiti oder andere Verschmutzungen und keinen Müll. Das war für uns sehr erstaunlich, da wir kaum Müllbehälter entdecken konnten. Nur an den Getränkeautomaten waren Mülleimer aufgestellt.
An Bahnstationen sind am Boden Markierungen angebracht, wo man sich aufzustellen hat, der Japaner lässt erst alle andere Fahrgäste aussteigen, bevor er aussteigt. Das gehört in Deutschland auch zum guten Ton, leider gibt es aber häufig Gedränge, das ist in Japan selten der Fall. Nur in der Rush Hour wird von außen von Pushern nachgeholfen, um möglichst viele Fahrgäste in die Waggons zu bringen.

Großer Buddha von Kamakura Hasedera

Ausflug an Japans Pazifikküste

Mit der Bahn ging es über Yokohama nach Kamakura, eine japanische Kleinstadt an der Pazifikküste, südlich von Tokyo. Nach einer kurzen Fahrt mit einer kleineren Bimmelbahn stiegen wir in Hase aus. Auf einer Anhöhe erwartete uns der Große Buddha, eine beeindruckende Bronzestatue aus dem 13. Jahrhundert. Der Buddha ist eines der beliebtesten Fotomotive Japans und entsprechend gut besucht. Die 13,35 m hohe Figur kann auch von innen besichtigt werden.

In zehn Minuten Fußweg erreichen Sie die Hasedera Anlage. Verschiedene Hallen beherbergen mehrere Statuen, u. a. eine elfköpfige Kannon Statue. Neben einer malerischen Teichanlage und einer Höhle mit weiteren Statuen befindet sich auf dem Gelände auch ein Bereich mit unzähligen kleinen Statuetten, die ungeborenen Kindern gewidmet sind.

Auf dem Rückweg in die Innenstadt sind wir einen Teil der Strecke mit dem Shinkansen, einem Hochgeschwindigkeitszug, gefahren. Die Strecke von Yokohama nach Tokyo schafft er nur zehn Minuten, mit der regionalen Bahn haben wir für dieselbe Strecke mehr als eine halbe Stunde gebraucht.

Reisen Sie nach Japan

Ich habe mich in Japan sehr sicher gefühlt und habe keine Angst um meine Wertsachen gehabt wie in anderen Großstädten. Sie können sich in der ganzen Stadt frei bewegen und werden überall sehr zuvorkommend und freundlich behandelt. Sehr guter Service ist in Japan selbstverständlich. In den meisten Geschäften wird Englisch gesprochen.

Ich bin sehr positiv überrascht von Tokyo und kann eine Reise nach Japan nur empfehlen. Auf meiner Reisewunschliste steht eine Japan Rundreise weit oben.

Sie möchten selbst nach Japan reisen? Die Reise-Profis der Globetrotter Reisebüros beraten Sie gern.

Über Globi-Blogger

Ihr Team der Globetrotter Reisebüros, 13 x in Norddeutschland Wir sind Weltenbummler, World Traveller, eben Globetrotter. Unsere Leidenschaft ist das Reisen und wir sind süchtig danach. Wenn wir mal nicht reisen, verkaufen wir Reisen an andere Süchtige. Und das in alle Welt und in allen Formen. Klassischer Badeurlaub, elegante Kreuzfahrt oder abenteuerliches Trekking im Himalaya – wir machen (fast) alles möglich. Und sind Spezialisten. Bei uns gibt es keine Nullachtfuffzehn Reise, sondern immer DIE auf die Kundenwünsche abgestimmte Traumreise. Wie kommen wir zu diesem Blog? Die Sucht ist so weit fortgeschritten, dass wir am liebsten aller Welt von unseren Erlebnissen erzählen möchten und interessante Reiseinfos weitergeben wollen. Und wir freuen uns auf Tipps und Tricks von unseren Lesern, um unser Reisewissen stetig zu mehren. Schaut euch um, lest euch durch unseren Blog und schreibt uns gern den einen oder anderen Kommentar. Wir freuen uns sehr. :) Eure Globis aus den Globetrotter Reisebüros in Norddeutschland! Weiter zur Globetrotter Reisebüro Website

4 Gedanken zu “Tokyo – akkurat, aufregend, außergewöhnlich

  1. Pingback: Im Lufthansa Airbus A380 nach Tokyo » Der Reiseblog - www.urlaubs-gefluester.de

  2. Pingback: "Produkterfahrungsreise" - wen sponsort denn LH alles so?

  3. Kiara

    Japan ist echt ein sehr interessantes Urlaubsland. Wer dort hin fliegt sollte sich auch unbedingt mal auf den Weg nach Tokyo machen um dort die vielen Sehenswürdigkeiten zu bewundern. Interessant ist aber nicht nur die Stadt an sich sondern auch in den ländlichen Gegenden Japans kann man wunderbar entspannen. Wer die Natur liebt ist dort sicher genau richtig. Ich hoffe Ihr hattet einen schönen Urlaub in Japan.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.